|
Tag 11: Dienstag,
22.09.2009, Dombas
- Dombas |
| |
|
 |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Es gibt Tage, da wäre man besser nicht
aufgestanden! Es gibt Tage, da lohnt es sich richtig aufzustehen, und es
gibt ganz normale Tage, mal klappts und mal klappts nicht. Und genau so ein
Tag war heute. Wir erlebten einige Hochs und Tiefs, viel klappte, aber
entscheidendes auch nicht, wie immer halt.
Jan wollte morgens um 8 Uhr mal rausgucken nach dem Frühstück und mir dann
Bescheid geben was zu tun ist, weiterschlafen oder nicht. Er kam um 4tel
nach 8 rein und meinte, dass nach einem starken Regenschauer nun etwas blau
zu sehen wäre, dass „wir“ also gleich los wollen. Als ich dann fertig war
mit aufstehen, lange dauerts ja nicht, war das blau aber schon arg dezimiert
auf eine kleine Fläche.
Trotzdem fuhren wir mal los und bogen gleich mal ab zum Bahnhof von Dombås,
CargoLink gucken. Der Lokführer der Lok war gerade am Einstecker der Lok als
wir hoch kamen. Wieder fuhr er also heute, Zeitlich könnte es auch wieder
mehr oder weniger im Plan gewesen sein ... vielleicht. Sonst war nix da, die
Di8 natürlich nicht, nur eine El14 hinten abgestellt für den Åndalsneser
Zug.
Da das Fjell zur Zeit die oberste Priorität hat und man das Wetter da oben
immer so furchtbar schlecht einschätzen kann vom Ort aus fuhren wir halt mal
hoch um die Lage zu peilen.
Bei Fokstua angekommen war wirklich ein grösseres Loch zu sehen, also
warteten wir mal bei den Häusgen am rechten Strassenrand und wollten gucken
was passiert. Der CargoLink Zug runter hätte eigentlich schon durch sein
sollen, da bei der Einfahrt von Dombås aber noch Baugerödel im Weg stand
liess mich hoffen, dass er noch kommt.
Als alles blau dann aber weg war, meinten wir zumindest, fuhren wir los mit
dem Ziel Hjerkinn, denn auch da hinten kann das Wetter wieder ganz anders
sein als auf der Dombåsseite des Fjells. Weit kamen wir aber nicht, noch vor
dem grossen See machten wir den CargoLink Zug aus wie er gen Dombås fuhr.
Da Chance auf Sonne bestand um Fokstua herum, wie auch immer es nun wieder
aufgerissen hatte, drehten wir fix und fuhren dem Zug vorweg. Auf einem
Parkplatz an der Hauptstrasse stoppten wir und rannten raus um irgendwie an
den Bäumen vorbei auf die Gleise zu sehen. Es war voll Licht ... und der Zug
durchfuhr gerade den Bahnhof. Und es blieb voll Licht, und der Zug kam,
herrlich angestrahlt im allerbesten Licht vor einer wirklich pechschwarzen
Wolkenwand im spotlight! 10 Sec. Nach der Durchfahrt war dann dunkel, und
wir waren froh nicht an die Stelle bei den Häusern gefahren zu sein, da war
nämlich bei der durchfahrt schon Schatten WOW, dass war ein Bild! |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Hecotrrail 241 mit dem CargoLink Autozug nach Drammen
durchquert die Fokstumyra vor pechschwarzen Wolken. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
CargoLink mag uns, zwei mal kam er
jetzt nicht ganz im Plan und zwei mal gelang um wenige Sekunden ein
Sonnenbild.
Für das folgende, erstmal ein Güterzug ebenfalls nach Süden, wollten wir die
Taktik gleich beibehalten, da der Deutsche nicht alleine war konnte auch von
einem gewissen Erfolg ausgegangen werden (wer den Wink mit dem Zaunpfal
nicht erkennt ist selber Schuld, aber denkt mal nicht zu weit) ;)). So
fuhren wir vorbei an Hjerkinn in den Schatten hinein, zwischen See und dem
Bahnhof, an dem unfotogenen Abschnitt wo die Bahn immer im Wald am Hang
verläuft war voll Sonne zu der Zeit, ab dem Bahnhof aber dann nicht mehr.
Trotzdem stellten wir uns mal an den Abschnitt wo die Bahn parallel zur E6
verläuft und warteten auf den Zug, Planzeit war ja schon.
Und mit ein gaanz klein wenig Plus kam er dann mit der El14 die Steigung
hoch gekrochen. Wir, wieder fix gewendet, fuhren voraus und bauten unseren
Vorsprung dank guter Strassenlage und geringem Schleicheraufkommen noch ein
wenig aus. Bahnhof Hjerkinn, Möglichkeit 1, war noch immer im Schatten,
weiter hinten der Waldabschnitt aber noch in voll Sonne, also weiter. Der
See ginge ebenfalls, dieser war aber wieder im Schatten wie man gut von der
Strasse aus erkannte. Also, da muss eine Stelle her wo es eigentlich nichts
gibt, oder doch? Das Navi kannte einen Weg der über die Bahn geht, ob es
stimmt? Dazu zu sagen ist, das Navi kennt irgendwie jeden kleinen Feldweg in
Norwegen, was sehr praktisch ist. Unser Weg führte in der Tat zu einem BÜ im
Wald welcher gar nicht so Unfotogen war. Der Zug kam schon und ich stand
noch etwas nach hinten während Jan auf dem Weg blieb. Ein kleiner
Wolkenfetzen kam punktgenau zum Zug, bei Jan war es ein Totalschaden, bei
mir welcher nur 20m dahinter stand zum Glück weniger. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
El 14 2176 mit einem Güterzug von Trondheim nach Oslo
kurz vor Vålåsjø auf dem Dovrefjell. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Die Ausbeute von dem Vormittag, 2
Züge, 1 ½ Bilder, eigentlich war ich damit auch recht zufrieden.
Da sich die Taktik bewährt hat, dafür dass es keine Stelle gibt können wir
ja schliesslich nichts, gingen wir gleich wieder dazu über und fuhren für
den kommenden roten nach Süden wieder an Hjerkinn vorbei in Richtung
Trondheim. Etwas weiter unten bei Kongsvoll stellten wir unser Auto wieder
hin und wollten da auf die Planzeit warten. Chance auf Sonne war zwar da,
aber verschwinden klein, aber wir waren guter Dinge und warteten. Etwas
Belustigung bekamen wir durch eine Gruppe Schüler welche aus einem Car
aussteigen und zur Fjelltour aufbrechen musste. So richtig begeistert sahen
die nicht aus ;)
Kurz vor der Planzeit dann, es war gerade sehr dunkel, fuhren wir los um ihn
sicher noch zu kriegen, im Gegenteil zum Güterzug dürfte die El18 mit den 6
B7 Wagen nicht so die Mühe haben die Steigung hoch zu kommen. Vorbei an
Hjerkinn, der Bahnhof war noch immer dunkel, fuhren wir wieder in das
Sonnenloch von der blöden Ebene hinein, diesmal war es aber massiv grösser
und wir waren am überlegen ob wir den See wagen oder an unseren BÜ fahren
sollen. BÜ ist zwar nett aber doch nur im Wald, der See bietet da etwas mehr
als nur Lok und Baum, so entschieden wir uns für den See obwohl der See
gerade so am Rand des Wolkenlochs war.
Am Parkplatz stellten wir uns hin und mussten nach 2min feststellen, dass
das Loch nicht Stationär war sondern sich sehr schnell in die falsche
Richtung bewegte. Das Resultat war der erste Wolkenschaden auch bei mir, die
El18 kam in der totalen Dunkelheit, gerade zwischen zwei Wolkenlöchern. Mhh,
der rote mag uns soviel nicht, wie uns Cargo Link mag, der kommt immer knapp
nur im Schatten. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Der rote (Rt42) von Trondheim nach Oslo hinter dem
Vålåsjøen zwischen Hjerkinn und Fokstua - nur knapp an der Sonne vorbei. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Nun hatten wir ein kleines
Verkehrsproblem, keinverkehr stand an, für über 2h sollte sich keni Rad
bewegen auf der Schiene und wir mussten das überbrücken. Hmmm, da die
Wolkenlöcher sich zu schiessen schienen fuhren wir mal dem roten hinterher
nach Dombås, um da vielleicht noch etwas zu reissen. Wetter unterwegs war
unter aller Kanone, bei Fokstua kamen wir in einen kräftigen Regenschauer
hinein wie wir ihn diesen Urlaub noch nie erlebt haben. Jan witzelte noch,
nach dem Regen kommt die Sonne, jaja, dachte ich nur ;) In Dombås sah man
dann aber wirklich blau, wenn auch nur ein gaaaanz klein wenig, trotzdem
sollte er natürlich recht behalten.
Um mal abzuwarten was geschieht und um etwas Zeit tot zu schlagen blieben
wir aber gleich im Dombås und statteten nach dem Tanken der Cafeteria einen
kleinen Besuch ab. Jan gönnte sich ein Römegröt (eine etwas eigenartige
schleimige Masse die widerlich schmeckt – er und in etwa alle Norwegen sind
da anderer Meinung ;)) und ich mir Pommes mit Pölser. Wobei ich Pöler mit
Bröd erwartet hab, es aber nur eine Wurscht gab. Erinnert mich an ein
Erlebnis an einer Finnischen Autobahnrastsätte wo wir auch nur eine Wurst
anstatt einen ganzen HotDog gekauft haben :D
Nach dem Kaffe, welcher da im Preis immer dabei ist, sah es draussen schon
viel besser aus, ein riesiges blaues Loch, eher eine blaue Fläche, machte
sich von Åndalsnes her auf unsere Gegend zu erobern, ein guter Plan den wir
mit unseren Gedanken unterstützten ;)
Wetter, es blieb natürlich das Thema Nr1, haben wir uns im Internet noch
kurz angeschaut, für Dombås hat da diese Lügiseite „yr.no“ nur schlechtes
Wetter. Meteoblue war schon etwas optimistischer und sagte für die nächsten
Tage viel Sonne voraus, wobei er dann dafür für Hjerkinn sogar Schnee hat.
Wie immer hier oben, die wissen es auch nicht, aber Grundsätzlich wird es
wohl so bleiben wie bisher, sehr wechselhaft und unberechenbar.
Das blaue Loch nutzten wir für den ersten Signatur aus Oslo welcher um kurz
nach 12 da in Dombås ist. Mit Tele wollte ich den im Felsentor vor Dombås
erlegen, Sonne war prächtig, die Herbstfärbung auch und dann kommt da wieder
so eine blaue Kiste die sich so überhaupt nicht abhebt vom Hintergrund. Was
müssen wir den tun das da mal etwas rotes kommt wenn wir es brauchen? Seit
Beginn an des Urlaubs werden wir nur Verarscht ... vielleicht müsste man mal
zurück verarschen? Wie wir das anstellen wollen sind wir noch am überlegen
;)) |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Rt41 wird immer mit Bm73 gefahren, in diesem Fall mit
einer blauen Einheit. Hier fährt der Zug durch den kleinen Felstunnel bei
Hjelle kurz vor Dombås. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Wir hatten es dann sehr eilig, der Zug
war mit paar Minuten Verspätung um 10 nach 12 bei uns durch und um 15 fährt
der Anschluss Talent nach Åndalsnes, den wollten wir an der Jorabru gleich
ausserhalb von Dombås schiessen. Unmögliche Schleicher die bis zum Schluss
im Industriegebiet vor uns waren kreuzten den Plan aber und der Talent fuhr
vor unserer Nase über die Brücke. Hat uns aber nicht gestört, war eh kein
Licht. Zwischenbilanz Sonnen : Mistbilder aktuell = 2 ½ : 2 ½ ,
ausgeglichen, es blieb spannend!
Nächster Punkt waren dann die Güterzüge, einmal El14 mit Kisten und einmal
den Wöchentlichen TGAB, auf den wir am Sonntag vergebens gewartet haben.
Beide schön im Licht und beide wollten wir da bei Hjerkinn irgendwo in der
schönsten Herbstfärbung erlegen. Wir fuhren rüber und das blaue Loch da
hinten war so gross, da konnte man gar kein Ende sehen, aber es war zu klein
das wir den Signatur welchen wir zwischenzeitlich ungewollt wieder eingeholt
haben noch in der Sonnen hätten schiessen können.
An der E6 stellten wir uns dann hin und warteten am Rande der Wolkenfront
auf den CargoNet Zug. Der Wind war grausig und pfiff mit einer für einen
Flachlandschweizer starken Geschwindigkeit an unseren Ohren vorbei ins Tal
hinein. Aber wir standen immer in der Sonne eigentlich, obwohl die Wolken
schnell auf die Sonne zu zogen, wir hatten also mal wieder Glück, für
einmal.
Wie wir so warteten verging die errechnete Planzeit ohne Zug vorbei, die
Signaturverspätung musste dem Güterzug ebenfalls geschadet haben .. und
gerade als wir im Schatten standen kam der Zug hinten ums Eck. Dank
schnellen Winden waren wir und die ganze Strecke aber genug schnell wieder
in der Sonne, ein Punkt geht also wieder auf das Konto der Sonne. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
El14 2178 mit einem gute beladenen Containerzug nach
Süden am Fjelleingang bei Svånå. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Dann, TGAB Zug, ein Projekt welches ich bisher immer
(also einmal) gewonnen habe, Jan anscheinend weniger. Er sollte so in 30min
Drivstua durchfahren, genug Zeit für uns da runter zu fahren, das blaue Loch
war gross genug. Kurz nach Kongsvoll wurden wir aber unsicher, wenn er zu
früh war gab ich ihm maximal 20min Verfrühung bei den Kreuzungen mit dem
Signatur. In dem Falle müssten wir ihm in der Steigung entgegen kommen, da
man aber im Tal nie 100% ausschiessen kann das man den Zug nicht sieht war
uns das ein etwas zu heisses Unterfangen. Wir wendeten und stellten uns beim
Bahnhof von Kongsvoll auf einen Felsen um in ihn rein zu Fotografieren. Wir
waren in der Sonne und mussten nicht lange warten bis der Zug im Wald
aufblitzte mit den silbernen Loks, er hatte wirklich 15min Verfrühung, phuu,
zum Glück fuhren wir nicht runter!. Es war die Planbespannung dran
natürlich, Ex ÖBB 1043 vor einer Nohab, mit ein paar Schiebewandwagen hinten
dran. Der Zug kam nett bei uns, etwas mehr Seitenlicht hätte sein dürfen,
aber es passt schon. Jan ärgerte sich über sich selber und wir gingen sehr
gemächlich zum Wagen zurück. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Einmal wöchentlich befährt ein TÅGAB-Zug die Strecke,
jeweils Dienstags sehr Fotogen nach Süden. Hier durchfährt der Zug mit etwas
Verfrühung durch den Bahnhof von Kongsvoll kurz vor den Hochflächen des
Dovrefjells. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Auf die Idee den Zug zu Verfolgen kamen wir erst 5min
nach seiner durchfahrt, aber die Idee hatte was, zudem Dombås ja eh immer
irgendwie unserer Richtung war ;) Auf dem Fjell sahen wir den Zug nicht mal
mehr, aber der Plan meinte irgendwie das um 14:24 etwas in Dombås sein
sollte und der da sowieso nicht früher raus kann Richtung Oslo. Wir dachten
da noch es sei der Talent von Lillehammer nach Åndalsnes, der wäre natürlich
gefahren. Den Bahnhof von Dombås liessen wir auf der Seite, da eh keine
Sonne war und wir den Zug welchen wir in der Schlaufe aufgeholt haben
müssten nicht preisgeben wollten. Richtung Dovre war es aber sehr dunkel,
Richtung Åndalsnes hingegen sehr hell und ich hatte Jan bald soweit das wir
dem Talent vorfahren wollten um ihn auf der Raumabahn irgendwo zu schiessen.
Warum auch immer schaute ich dann noch auf den Plan und merkte, dass Teil
:24 an in Dombås war gar nicht der Talent sondern ein Güterzug der heute
nicht fährt, Talent sollte erst in 30min kommen. Also WIEDER gewendet und
doch Richtung Dovre.
Wir taten uns heute wieder schwer mit den Entscheidungen, hin und her und
dann und hier und so und überhaupt ... bei dem Wetter ist das immer ein
riesen Stress welchen man sich natürlich immer nur selber macht.
Wir fuhren dann runter an Dovre sogar noch vorbei, an Sonne war da eh nicht
zu denken. Etwas weiter vor dem nächsten Kreuzungspunkt Brennhaug hatten wir
dann ein Verwolktes blaues Loch erreicht und stellten uns an eine schöne
Stelle mit Herbstbäumen hin. Die Stelle war wirklich klasse und dann wurde
es wie immer spannend. TGAB sollte nämlich erst in einer Stunde kommen,
wegen einer kleinen Pause in Dombås und sehr ungünstigsten Kreuzungen dauert
das im Plan alles ewig. Aber er war ja so 15min vor Plan und damit könnte es
wenn er durchfährt gleich soweit sein. Kreuzung vom Talent in Brennhaug
sollte passen.
Es war viel Sonne, doch kleine Fetzen kamen immer mal wieder vorbei, auch in
dem Moment als ich zu Jan sagte:, „das ist der Wind der da wie ein Zug
klingt oder? Nein .... DOCH, es muss der Wind sein, denn der Zug würde jetzt
im Schatten kommen“. BOOM, da war er, mit Sonne? Nein, aber wieder nur
verdammt knapp nicht, kurze Zeit später war Volllicht. Etwas weiter vorne
auch, so konnten wir uns wieder in den Arsch beissen, den vorne hätten wir
auch hingewollt. Punkt für den Miesepeter.
Kreuzung mit dem Talent Brennhaug, also kam der auch gleich, wir blieben und
hofften. Sowohl der Vor als auch der Nachschuss gingen im Schatten ab,
Zwischenstand mittlerweile: 4 ½ : 4 ½ , immer noch Gleichstand, was
angesichts des doch sehr grossen Aufwands welcher wir uns machten nach dem
Essen eher zermürbend war.
Wir schauten uns dann die Kurve weiter vorne noch an und wollten noch auf
einen Güterzug aus Oslo warten, was wir aber aufgaben als die Sonne ganz weg
war hinter einer Wolkenwand.
Nächster Punkt dann, Signatur auf dem Fjell zwischen Kongsvoll und Hjerkinn
am Bauernhof in der Kurve, eine der schönsten Stelle auf dem Fjell
überhaupt. Jan wollte da hin, ich liebäugelte aber noch mit dem etwas
verspäteten Güterzug von Oslo welcher im riesigen blauen Loch von Dombås
sicher in der Sonne kommen müsste.
An der Felsdurchfahrt war es dann soweit, das Ende des Schattens war
erreicht und wir fuhren mal hoch, eine El14 sicher im Licht ist schliesslich
besser als ein blauer Signatur vielleicht im Licht. Wir kletterten so
schnell es ging den Hang hinauf zur Stelle und kamen schnaufend an. Das
hätten wir uns massiv sparen können, den erst nach 5min da oben tauchte
gaaaaanz weit hinten noch vor dem Bahnhof von Dovre der Zug auf. Knapp 10min
später war er dann bei uns, ein schönes Foto und damit ging die Sonne wieder
in Führung, JUHU! |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
El 14 2164 mit dem ersten Nachmittagsgüterzug nach
Norden bei Hjelle kurz vor Dombås. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Da die Zeit nun etwas knapp war für d en Signatur an der Stelle hinten am
Fjell blieben wir mal in Dombås am Bahnhof und wollten da sowohl Talent als
auch Signatur bei der Einfahrt aus dem Tunnel Fotografieren. An sich ein
Banales Motiv, aber dank einem schwarzen Wolkenhintergrund und strahlenden
Herbstbäumen über dem Portal etwas sehr schönes, zumindest gerade aktuell.
Wir knipsten im vorbei gehen noch die abgestellte El14 und die Di6 im besten
Licht. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Während die NSB Loks (Di8) den Tag in Andalsnes verbringen
und eine E-Lok auf den Zug wartet steht die CargoLink Tagsüber in Dombås
abgestellt. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
DE 2700-09 abgestellt für den CargoLinkzug nach Andalsnes
im Bahnhof von Dombås |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Der Talent machte uns dann etwas sorgen, den der stand
immer auf Gleis 10 und ob er auch da einfährt? Gleis 10, dass muss man dazu
sagen ist ein Stumpfgleis ganz am Bahnhofsgebäude dran, und das einzige
Gleis welches man nicht wirklich gebrauchen kann für ein Foto, da man auf
der falschen Sonnenseite steht.
Da im Bahnhof aber noch Baneverket Jungs am Weichen ausmessen waren hofften
wir, dass sich die Weichenstellung noch ändert? Tat sie leider nicht, der
Talent fuhr voll auf Gleis 10 ein und war damit nur einen Bruchteil so
brauchbar wie bei einer Einfahrt auf Gleis 1, wie sonst immer gehandhabt. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Ein Talent aus Andalsnes hat Einfahrt auf Gleis 10
(links weg) in den Bahnhof von Dombås. Gleis 11 wird nur einmal im Tag
angefahren, leider im falschen Moment. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Ankunft vom Talent ist 13, die vom Signatur 41, super
Umsteigeverbindung also, und für uns schön etwas zu warten. Wir standen
immer in der Sonne, wirklich immer und sahen die Einfahrt vom Signatur nicht
gefährdet, warum auch, die Wolken waren zwar da aber recht wet weg.
Der Lokführer vom Talent hatte wohl pause, so setzte er sich in den
Passagierraum und machte sein Radio an ;) Leider schloss er die Tür
irgendwann, so das uns das Musikalische Unterhaltungsprogramm verwehrt
blieb, vermutlich wurde es ihm zu Windig im Zug drin, es stürmte nämlich
auch im Bahnhof Dombås ganz schön. Achja, schön war der Tunnel beleuchtet
zur Planzeit, doch die Lautsprecherstimme sagte etwas von 5 bis 10min
Verspätung. Hmmm, Blick zum Himmel, die Wolken haben die Sonne eingekesselt
und liessen ihr nicht viel Spielraum ausser nach oben ;) 5min verstrichen,
7.5min, also das genau „5 bis 10min“ verstrich auch, 10min ... und dann kam
der Schatten. Erst nur ganz kurz dann immer länger und in jeder Sonnenphase
wünschten wir uns den Zug herbei. Es ist müssig zu sagen, es hat nicht
geklappt, und zwar wieder nur wegen SEKUNDEN. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Bm73 als Rt44 von Trondheim nach Oslo an der Einfahrt
von Dombås, kurz vor Auftauchen des Zuges machte sich die Sonne auf und
davon. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
So ein Mist, Talent aufs falsche Gleis
und der Signatur im Schatten, dafür also 45min in der Sonne gewartet und
Signatur auf dem Fjell versaut. Mit den Standbildern und dem Talent der ja
eigentlich in der Sonne kam geben wir Sonne und Miesepeter mal einen Punkt,
somit ist immer noch die Sonne in Führung!
Dann fuhren wir rauf aufs Fjell, der zweite Signatur war ja noch fällig und
wie wir so fuhren merkten wir, dass der in 10min eigentlich da ist wo wir
hin wollten. Ohoh, das reichte nicht mehr und die Sonne drängte unseren
Radius der Möglichkeiten sehr Eng ein, so dass uns eigentlich nur der
Abschnitt an der E6 blieb. Ein undankbarer Abschnitt, sehr undankbar. Die
Sonne war drüben, und die einzige Möglichkeit höher zu stehen war auf der
anderen Flussseite, Brücke aber gibts keine. So versuchten wir an der
Bahnbrücke irgendetwas zu reissen, was aber irgendwie nicht so recht klappen
wollte. Es stürmte übrigens so stark jetzt, dass das fortbewegen in einer
Windböe drin relativ mühsam war ...
Bei der Bahnbrücke drückten wir uns am Fluss vorbei und wollten dann hoch,
ging aber nur sehr schlecht. Ich Schoss dem Zug dann spitz von vorn voll auf
die Nase, es war zwar Sonne, mehr aber auch nicht. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Bm73 06 auf dem Dovrefjell bei Svånå als Rt46 von
Trondheim nach Oslo |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Es wäre Unfair dem Wetterpech und
Miesepeter gegenüber der Sonne einen vollen Punkt zu geben, wie wär’s mit
Schirifehler, Sonnenbild trotz keiner Stelle oder so? ;)
Wir regten uns aber beim zurück gehen tierisch auf, für NICHTS in Dombås
haben wir das allerbeste aller besten Abendlichter hier oben versaut, mit
einem Schuss auf die Nase – das fühlt sich so ein wie ein Schlag auf die (blaue)Nase
:)
Zugverkehr ab diesem Zeitpunkt nur noch nach Norden und damit grundsätzlich
aus dem Licht, einzige mögliche Stelle zum querballern, auf der Fläche vor
Fokstua. Aber da wir es nicht eilig hatten guckten wir uns noch schnell den
Eingang von einem Bezahlweg an welcher in die Berge hinein führt bei der
Militärbasis. Die Basis kenne ich, dachte aber immer da sei alles Militär
Sperrgebiet und so, dass da ein Bezahlweg für jedermann über deren
Übungsplatz führt ist ungewöhnlich, so etwas kenne ich sonst nur aus der
Schweiz, da irgendwo am San Bernardino bei Zillis oder wo. Nunja, das
Ergebnis des kleinen Ausflugs, der Weg den wir im Auge hatten, parallel zur
E6 auf der anderen Fluss/ und Bahnseite, ist nicht frei zugänglich trotz
bezahlen ... blöd!
Dann fuhren wir voll in die Wolken rein nach Süden, und erst bei Fokstua war
wieder hell am Himmel zu sehen, aber sehr weit weg noch unterhalb vom Dombås.
Es Regnete am Fjelleingang stark, dahinter schien die Sonne voll durch ein
Loch, was eine sehr spezielle Stimmung mit Sonnenstrahlen zur folge hatte.
Nicht nur wir nutzten das Schauspiel, auch andere hielten inne und machten
ihre Fotos. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
Auf dem Fjell ist es bereits dunkel während Dombås noch
in einem Wolkenloch liegt und der fallende Regen von der tief stehenden
Sonne angestrahlt wird. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Eigentlich haben wir mit dem Tag schon
abgeschlossen, aber irgendetwas in uns drin wollte Kunst machen ;)
Kunstbilder wollen ja geübt werden! Und ich kann noch weniger „Kunst“ als
Jan und wollte die Gelegenheit für ein paar Feldversuche nutzen ;)
So stapften wir erst über die freie Fläche an die Strecke ran um irgendwie
vielleicht das letzte Licht auf den Zug zu kriegen. Mit dem Sonnen / Regen
Dings im Hintergrund hätte es sogar richtig was werden können – Silouettte
vom Zug vor dem hellen Hintergrund. Der Regen stellte aber zu schnell ab und
das Wolkenloch wurde zu klein damit es etwas gegeben hätte. Der Güterzug der
mit einer El14 bald schon kam haben wir trotzdem da erlegt. Gab aber nichts
fürs Fotoalbum. Ah doch etwas zu Erinnerung bis morgen Mittag habe ich
mitgenommen aus dem Feld, nasse Schuhe! ;)
Der rote fehlte noch und ich hatte noch nicht genug Kunst gemacht für heute
... Kunst, was ist das eigentlich? Also ich, der nun ja gar keine Ahnung
davon hat, definiere Kunst ähnlich wie Jan vorhin gerade sagte, Kunst ist es
dann, wenn man ein Bild von einem Zug machen will welcher ohne normales
Licht daher kommt. Ob das Bild dann Kunst ist oder ob es Kunst ist den Zug
ansehnlich aufs Bild zu kriegen, weiss nicht? ;)
Auf jeden Fall liefen wir bei ein paar Häusern über einen trockenen Weg an
die Strecke, erst wollte ich etwas mit hellen Hintergrund machen, wahre
Kunst. Dann kam ich weg davon und wollte einen Mitzieher machen von weiter
weg .. immer noch Kunst? Der helle Himmel welcher aufkam machte es dann aber
unmöglich. Dann setzte ich mich unter die Strecke für eine Zug Silouette ...
Kunst? JAA, aber nicht wenn der Zug nicht angestrahlt ist, das kam mir aber
relativ spät in den Sinn – klassischer Anfängerfehler wohl? ;) So ging ich
rüber zum Meister welcher geübt an der künstlerisch wertvollsten Stelle
stand und wartete. Ich schaute mir ab wie man das so macht und als der Zug
kam, mit 30min Verspätung (gut Kunst will weile haben), sah das Resultat
ganz ansprechend aus ;) |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
|
|
| |
|
El18 2254 von einem Wolkenloch angestrahlt mit Rt47 auf
den letzten Metern der Steigung vor Fokstua am Fjelleingang. |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Dann war aber gut für heute, genug
gutes, Mist und Kunst produziert für einen wechselhaften Tag, der kann jetzt
nur noch mit einem leckeren Abendessen gerettet werden.
So gingen wir Einkaufen und dann noch unsere Hütte bis Freitag bezahlen bei
der netten Frau von dem Platz. Der Platz sei ab Donnerstag dann nicht mehr
bedient, sie fahre nach Schweden mit dem Enkelkind, aber wir sollen den
Schlüssel einfach in eine Kiste werfen. ;) Jan zauberte während ich unter
der Dusche stand feines Essen, Elchfleisch an Brunsos mit Kartoffelstock,
mmmmh! Jetzt sind wir am schreiben und lassen den Abend ausklingen.
Achja, wie ging das Spiel Sonne vs. Miesepeter und Wetterpech aus? Wir waren
ja bei 5 ½ für die Sonne zu 4 ½ für den Miesepetter und das Wetterpech. Das
Signaturbild will ich nicht werten, und die Kunst? Ich weiss ja nicht ...
aber da wir die unter normalen Umständen gar nicht gemacht hätten muss man
es wohl eher bei der Sonne zählen als beim Miesepeter? Weil anschauen kann
man es sich … . Eigentlich ist diese Wertung, wo jetzt die Sonne mit 2
Punkten Vorsprung gewonnen hat nicht sonderlich aussagekräftig. Nicht
beigerechnet sind die Bilder die wir verpasst haben aus Dummheit, Faulheit (ok,
das war keins) oder aus Entscheidungsfehlern.
Achach, aber der Tag war nicht verkehrt, bisschen was kam dabei raus und in
1 Woche sind die Pleiten vergessen ;) |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
 |
 |
|
|
| |
|
  |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
Alle Texte und Bilder sind
(C) bei www.bahnpics.com |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|