Tag 11: Dienstag, 22.09.2009, Dombas - Dombas

 

 

         
   

Es gibt Tage, da wäre man besser nicht aufgestanden! Es gibt Tage, da lohnt es sich richtig aufzustehen, und es gibt ganz normale Tage, mal klappts und mal klappts nicht. Und genau so ein Tag war heute. Wir erlebten einige Hochs und Tiefs, viel klappte, aber entscheidendes auch nicht, wie immer halt.
Jan wollte morgens um 8 Uhr mal rausgucken nach dem Frühstück und mir dann Bescheid geben was zu tun ist, weiterschlafen oder nicht. Er kam um 4tel nach 8 rein und meinte, dass nach einem starken Regenschauer nun etwas blau zu sehen wäre, dass „wir“ also gleich los wollen. Als ich dann fertig war mit aufstehen, lange dauerts ja nicht, war das blau aber schon arg dezimiert auf eine kleine Fläche.
Trotzdem fuhren wir mal los und bogen gleich mal ab zum Bahnhof von Dombås, CargoLink gucken. Der Lokführer der Lok war gerade am Einstecker der Lok als wir hoch kamen. Wieder fuhr er also heute, Zeitlich könnte es auch wieder mehr oder weniger im Plan gewesen sein ... vielleicht. Sonst war nix da, die Di8 natürlich nicht, nur eine El14 hinten abgestellt für den Åndalsneser Zug.
Da das Fjell zur Zeit die oberste Priorität hat und man das Wetter da oben immer so furchtbar schlecht einschätzen kann vom Ort aus fuhren wir halt mal hoch um die Lage zu peilen.
Bei Fokstua angekommen war wirklich ein grösseres Loch zu sehen, also warteten wir mal bei den Häusgen am rechten Strassenrand und wollten gucken was passiert. Der CargoLink Zug runter hätte eigentlich schon durch sein sollen, da bei der Einfahrt von Dombås aber noch Baugerödel im Weg stand liess mich hoffen, dass er noch kommt.
Als alles blau dann aber weg war, meinten wir zumindest, fuhren wir los mit dem Ziel Hjerkinn, denn auch da hinten kann das Wetter wieder ganz anders sein als auf der Dombåsseite des Fjells. Weit kamen wir aber nicht, noch vor dem grossen See machten wir den CargoLink Zug aus wie er gen Dombås fuhr.
Da Chance auf Sonne bestand um Fokstua herum, wie auch immer es nun wieder aufgerissen hatte, drehten wir fix und fuhren dem Zug vorweg. Auf einem Parkplatz an der Hauptstrasse stoppten wir und rannten raus um irgendwie an den Bäumen vorbei auf die Gleise zu sehen. Es war voll Licht ... und der Zug durchfuhr gerade den Bahnhof. Und es blieb voll Licht, und der Zug kam, herrlich angestrahlt im allerbesten Licht vor einer wirklich pechschwarzen Wolkenwand im spotlight! 10 Sec. Nach der Durchfahrt war dann dunkel, und wir waren froh nicht an die Stelle bei den Häusern gefahren zu sein, da war nämlich bei der durchfahrt schon Schatten WOW, dass war ein Bild!

   
         
         
       
   

Hecotrrail 241 mit dem CargoLink Autozug nach Drammen durchquert die Fokstumyra vor pechschwarzen Wolken.

   
         
   

CargoLink mag uns, zwei mal kam er jetzt nicht ganz im Plan und zwei mal gelang um wenige Sekunden ein Sonnenbild.
Für das folgende, erstmal ein Güterzug ebenfalls nach Süden, wollten wir die Taktik gleich beibehalten, da der Deutsche nicht alleine war konnte auch von einem gewissen Erfolg ausgegangen werden (wer den Wink mit dem Zaunpfal nicht erkennt ist selber Schuld, aber denkt mal nicht zu weit) ;)). So fuhren wir vorbei an Hjerkinn in den Schatten hinein, zwischen See und dem Bahnhof, an dem unfotogenen Abschnitt wo die Bahn immer im Wald am Hang verläuft war voll Sonne zu der Zeit, ab dem Bahnhof aber dann nicht mehr. Trotzdem stellten wir uns mal an den Abschnitt wo die Bahn parallel zur E6 verläuft und warteten auf den Zug, Planzeit war ja schon.
Und mit ein gaanz klein wenig Plus kam er dann mit der El14 die Steigung hoch gekrochen. Wir, wieder fix gewendet, fuhren voraus und bauten unseren Vorsprung dank guter Strassenlage und geringem Schleicheraufkommen noch ein wenig aus. Bahnhof Hjerkinn, Möglichkeit 1, war noch immer im Schatten, weiter hinten der Waldabschnitt aber noch in voll Sonne, also weiter. Der See ginge ebenfalls, dieser war aber wieder im Schatten wie man gut von der Strasse aus erkannte. Also, da muss eine Stelle her wo es eigentlich nichts gibt, oder doch? Das Navi kannte einen Weg der über die Bahn geht, ob es stimmt? Dazu zu sagen ist, das Navi kennt irgendwie jeden kleinen Feldweg in Norwegen, was sehr praktisch ist. Unser Weg führte in der Tat zu einem BÜ im Wald welcher gar nicht so Unfotogen war. Der Zug kam schon und ich stand noch etwas nach hinten während Jan auf dem Weg blieb. Ein kleiner Wolkenfetzen kam punktgenau zum Zug, bei Jan war es ein Totalschaden, bei mir welcher nur 20m dahinter stand zum Glück weniger.

   
         
         
       
   

El 14 2176 mit einem Güterzug von Trondheim nach Oslo kurz vor Vålåsjø auf dem Dovrefjell.

   
         
   

Die Ausbeute von dem Vormittag, 2 Züge, 1 ½ Bilder, eigentlich war ich damit auch recht zufrieden.
Da sich die Taktik bewährt hat, dafür dass es keine Stelle gibt können wir ja schliesslich nichts, gingen wir gleich wieder dazu über und fuhren für den kommenden roten nach Süden wieder an Hjerkinn vorbei in Richtung Trondheim. Etwas weiter unten bei Kongsvoll stellten wir unser Auto wieder hin und wollten da auf die Planzeit warten. Chance auf Sonne war zwar da, aber verschwinden klein, aber wir waren guter Dinge und warteten. Etwas Belustigung bekamen wir durch eine Gruppe Schüler welche aus einem Car aussteigen und zur Fjelltour aufbrechen musste. So richtig begeistert sahen die nicht aus ;)
Kurz vor der Planzeit dann, es war gerade sehr dunkel, fuhren wir los um ihn sicher noch zu kriegen, im Gegenteil zum Güterzug dürfte die El18 mit den 6 B7 Wagen nicht so die Mühe haben die Steigung hoch zu kommen. Vorbei an Hjerkinn, der Bahnhof war noch immer dunkel, fuhren wir wieder in das Sonnenloch von der blöden Ebene hinein, diesmal war es aber massiv grösser und wir waren am überlegen ob wir den See wagen oder an unseren BÜ fahren sollen. BÜ ist zwar nett aber doch nur im Wald, der See bietet da etwas mehr als nur Lok und Baum, so entschieden wir uns für den See obwohl der See gerade so am Rand des Wolkenlochs war.
Am Parkplatz stellten wir uns hin und mussten nach 2min feststellen, dass das Loch nicht Stationär war sondern sich sehr schnell in die falsche Richtung bewegte. Das Resultat war der erste Wolkenschaden auch bei mir, die El18 kam in der totalen Dunkelheit, gerade zwischen zwei Wolkenlöchern. Mhh, der rote mag uns soviel nicht, wie uns Cargo Link mag, der kommt immer knapp nur im Schatten.

   
         
         
       
   

Der rote (Rt42) von Trondheim nach Oslo hinter dem Vålåsjøen zwischen Hjerkinn und Fokstua - nur knapp an der Sonne vorbei.

   
         
   

Nun hatten wir ein kleines Verkehrsproblem, keinverkehr stand an, für über 2h sollte sich keni Rad bewegen auf der Schiene und wir mussten das überbrücken. Hmmm, da die Wolkenlöcher sich zu schiessen schienen fuhren wir mal dem roten hinterher nach Dombås, um da vielleicht noch etwas zu reissen. Wetter unterwegs war unter aller Kanone, bei Fokstua kamen wir in einen kräftigen Regenschauer hinein wie wir ihn diesen Urlaub noch nie erlebt haben. Jan witzelte noch, nach dem Regen kommt die Sonne, jaja, dachte ich nur ;) In Dombås sah man dann aber wirklich blau, wenn auch nur ein gaaaanz klein wenig, trotzdem sollte er natürlich recht behalten.
Um mal abzuwarten was geschieht und um etwas Zeit tot zu schlagen blieben wir aber gleich im Dombås und statteten nach dem Tanken der Cafeteria einen kleinen Besuch ab. Jan gönnte sich ein Römegröt (eine etwas eigenartige schleimige Masse die widerlich schmeckt – er und in etwa alle Norwegen sind da anderer Meinung ;)) und ich mir Pommes mit Pölser. Wobei ich Pöler mit Bröd erwartet hab, es aber nur eine Wurscht gab. Erinnert mich an ein Erlebnis an einer Finnischen Autobahnrastsätte wo wir auch nur eine Wurst anstatt einen ganzen HotDog gekauft haben :D
Nach dem Kaffe, welcher da im Preis immer dabei ist, sah es draussen schon viel besser aus, ein riesiges blaues Loch, eher eine blaue Fläche, machte sich von Åndalsnes her auf unsere Gegend zu erobern, ein guter Plan den wir mit unseren Gedanken unterstützten ;)
Wetter, es blieb natürlich das Thema Nr1, haben wir uns im Internet noch kurz angeschaut, für Dombås hat da diese Lügiseite „yr.no“ nur schlechtes Wetter. Meteoblue war schon etwas optimistischer und sagte für die nächsten Tage viel Sonne voraus, wobei er dann dafür für Hjerkinn sogar Schnee hat. Wie immer hier oben, die wissen es auch nicht, aber Grundsätzlich wird es wohl so bleiben wie bisher, sehr wechselhaft und unberechenbar.
Das blaue Loch nutzten wir für den ersten Signatur aus Oslo welcher um kurz nach 12 da in Dombås ist. Mit Tele wollte ich den im Felsentor vor Dombås erlegen, Sonne war prächtig, die Herbstfärbung auch und dann kommt da wieder so eine blaue Kiste die sich so überhaupt nicht abhebt vom Hintergrund. Was müssen wir den tun das da mal etwas rotes kommt wenn wir es brauchen? Seit Beginn an des Urlaubs werden wir nur Verarscht ... vielleicht müsste man mal zurück verarschen? Wie wir das anstellen wollen sind wir noch am überlegen ;))

   
         
         
       
   

Rt41 wird immer mit Bm73 gefahren, in diesem Fall mit einer blauen Einheit. Hier fährt der Zug durch den kleinen Felstunnel bei Hjelle kurz vor Dombås.

   
         
   

Wir hatten es dann sehr eilig, der Zug war mit paar Minuten Verspätung um 10 nach 12 bei uns durch und um 15 fährt der Anschluss Talent nach Åndalsnes, den wollten wir an der Jorabru gleich ausserhalb von Dombås schiessen. Unmögliche Schleicher die bis zum Schluss im Industriegebiet vor uns waren kreuzten den Plan aber und der Talent fuhr vor unserer Nase über die Brücke. Hat uns aber nicht gestört, war eh kein Licht. Zwischenbilanz Sonnen : Mistbilder aktuell = 2 ½ : 2 ½ , ausgeglichen, es blieb spannend!
Nächster Punkt waren dann die Güterzüge, einmal El14 mit Kisten und einmal den Wöchentlichen TGAB, auf den wir am Sonntag vergebens gewartet haben. Beide schön im Licht und beide wollten wir da bei Hjerkinn irgendwo in der schönsten Herbstfärbung erlegen. Wir fuhren rüber und das blaue Loch da hinten war so gross, da konnte man gar kein Ende sehen, aber es war zu klein das wir den Signatur welchen wir zwischenzeitlich ungewollt wieder eingeholt haben noch in der Sonnen hätten schiessen können.
An der E6 stellten wir uns dann hin und warteten am Rande der Wolkenfront auf den CargoNet Zug. Der Wind war grausig und pfiff mit einer für einen Flachlandschweizer starken Geschwindigkeit an unseren Ohren vorbei ins Tal hinein. Aber wir standen immer in der Sonne eigentlich, obwohl die Wolken schnell auf die Sonne zu zogen, wir hatten also mal wieder Glück, für einmal.
Wie wir so warteten verging die errechnete Planzeit ohne Zug vorbei, die Signaturverspätung musste dem Güterzug ebenfalls geschadet haben .. und gerade als wir im Schatten standen kam der Zug hinten ums Eck. Dank schnellen Winden waren wir und die ganze Strecke aber genug schnell wieder in der Sonne, ein Punkt geht also wieder auf das Konto der Sonne.

   
         
         
       
   

El14 2178 mit einem gute beladenen Containerzug nach Süden am Fjelleingang bei Svånå.

   
         
   

Dann, TGAB Zug, ein Projekt welches ich bisher immer (also einmal) gewonnen habe, Jan anscheinend weniger. Er sollte so in 30min Drivstua durchfahren, genug Zeit für uns da runter zu fahren, das blaue Loch war gross genug. Kurz nach Kongsvoll wurden wir aber unsicher, wenn er zu früh war gab ich ihm maximal 20min Verfrühung bei den Kreuzungen mit dem Signatur. In dem Falle müssten wir ihm in der Steigung entgegen kommen, da man aber im Tal nie 100% ausschiessen kann das man den Zug nicht sieht war uns das ein etwas zu heisses Unterfangen. Wir wendeten und stellten uns beim Bahnhof von Kongsvoll auf einen Felsen um in ihn rein zu Fotografieren. Wir waren in der Sonne und mussten nicht lange warten bis der Zug im Wald aufblitzte mit den silbernen Loks, er hatte wirklich 15min Verfrühung, phuu, zum Glück fuhren wir nicht runter!. Es war die Planbespannung dran natürlich, Ex ÖBB 1043 vor einer Nohab, mit ein paar Schiebewandwagen hinten dran. Der Zug kam nett bei uns, etwas mehr Seitenlicht hätte sein dürfen, aber es passt schon. Jan ärgerte sich über sich selber und wir gingen sehr gemächlich zum Wagen zurück.

   
         
         
       
   

Einmal wöchentlich befährt ein TÅGAB-Zug die Strecke, jeweils Dienstags sehr Fotogen nach Süden. Hier durchfährt der Zug mit etwas Verfrühung durch den Bahnhof von Kongsvoll kurz vor den Hochflächen des Dovrefjells.

   
   
   

Auf die Idee den Zug zu Verfolgen kamen wir erst 5min nach seiner durchfahrt, aber die Idee hatte was, zudem Dombås ja eh immer irgendwie unserer Richtung war ;) Auf dem Fjell sahen wir den Zug nicht mal mehr, aber der Plan meinte irgendwie das um 14:24 etwas in Dombås sein sollte und der da sowieso nicht früher raus kann Richtung Oslo. Wir dachten da noch es sei der Talent von Lillehammer nach Åndalsnes, der wäre natürlich gefahren. Den Bahnhof von Dombås liessen wir auf der Seite, da eh keine Sonne war und wir den Zug welchen wir in der Schlaufe aufgeholt haben müssten nicht preisgeben wollten. Richtung Dovre war es aber sehr dunkel, Richtung Åndalsnes hingegen sehr hell und ich hatte Jan bald soweit das wir dem Talent vorfahren wollten um ihn auf der Raumabahn irgendwo zu schiessen. Warum auch immer schaute ich dann noch auf den Plan und merkte, dass Teil :24 an in Dombås war gar nicht der Talent sondern ein Güterzug der heute nicht fährt, Talent sollte erst in 30min kommen. Also WIEDER gewendet und doch Richtung Dovre.
Wir taten uns heute wieder schwer mit den Entscheidungen, hin und her und dann und hier und so und überhaupt ... bei dem Wetter ist das immer ein riesen Stress welchen man sich natürlich immer nur selber macht.
Wir fuhren dann runter an Dovre sogar noch vorbei, an Sonne war da eh nicht zu denken. Etwas weiter vor dem nächsten Kreuzungspunkt Brennhaug hatten wir dann ein Verwolktes blaues Loch erreicht und stellten uns an eine schöne Stelle mit Herbstbäumen hin. Die Stelle war wirklich klasse und dann wurde es wie immer spannend. TGAB sollte nämlich erst in einer Stunde kommen, wegen einer kleinen Pause in Dombås und sehr ungünstigsten Kreuzungen dauert das im Plan alles ewig. Aber er war ja so 15min vor Plan und damit könnte es wenn er durchfährt gleich soweit sein. Kreuzung vom Talent in Brennhaug sollte passen.
Es war viel Sonne, doch kleine Fetzen kamen immer mal wieder vorbei, auch in dem Moment als ich zu Jan sagte:, „das ist der Wind der da wie ein Zug klingt oder? Nein .... DOCH, es muss der Wind sein, denn der Zug würde jetzt im Schatten kommen“. BOOM, da war er, mit Sonne? Nein, aber wieder nur verdammt knapp nicht, kurze Zeit später war Volllicht. Etwas weiter vorne auch, so konnten wir uns wieder in den Arsch beissen, den vorne hätten wir auch hingewollt. Punkt für den Miesepeter.
Kreuzung mit dem Talent Brennhaug, also kam der auch gleich, wir blieben und hofften. Sowohl der Vor als auch der Nachschuss gingen im Schatten ab, Zwischenstand mittlerweile: 4 ½ : 4 ½ , immer noch Gleichstand, was angesichts des doch sehr grossen Aufwands welcher wir uns machten nach dem Essen eher zermürbend war.
Wir schauten uns dann die Kurve weiter vorne noch an und wollten noch auf einen Güterzug aus Oslo warten, was wir aber aufgaben als die Sonne ganz weg war hinter einer Wolkenwand.
Nächster Punkt dann, Signatur auf dem Fjell zwischen Kongsvoll und Hjerkinn am Bauernhof in der Kurve, eine der schönsten Stelle auf dem Fjell überhaupt. Jan wollte da hin, ich liebäugelte aber noch mit dem etwas verspäteten Güterzug von Oslo welcher im riesigen blauen Loch von Dombås sicher in der Sonne kommen müsste.
An der Felsdurchfahrt war es dann soweit, das Ende des Schattens war erreicht und wir fuhren mal hoch, eine El14 sicher im Licht ist schliesslich besser als ein blauer Signatur vielleicht im Licht. Wir kletterten so schnell es ging den Hang hinauf zur Stelle und kamen schnaufend an. Das hätten wir uns massiv sparen können, den erst nach 5min da oben tauchte gaaaaanz weit hinten noch vor dem Bahnhof von Dovre der Zug auf. Knapp 10min später war er dann bei uns, ein schönes Foto und damit ging die Sonne wieder in Führung, JUHU!

   
         
         
       
   

El 14 2164 mit dem ersten Nachmittagsgüterzug nach Norden bei Hjelle kurz vor Dombås.

   
         
    Da die Zeit nun etwas knapp war für d en Signatur an der Stelle hinten am Fjell blieben wir mal in Dombås am Bahnhof und wollten da sowohl Talent als auch Signatur bei der Einfahrt aus dem Tunnel Fotografieren. An sich ein Banales Motiv, aber dank einem schwarzen Wolkenhintergrund und strahlenden Herbstbäumen über dem Portal etwas sehr schönes, zumindest gerade aktuell.
Wir knipsten im vorbei gehen noch die abgestellte El14 und die Di6 im besten Licht.
   
         
         
       
   

Während die NSB Loks (Di8) den Tag in Andalsnes verbringen und eine E-Lok auf den Zug wartet steht die CargoLink Tagsüber in Dombås abgestellt.

   
         
         
       
   

DE 2700-09 abgestellt für den CargoLinkzug nach Andalsnes im Bahnhof von Dombås

   
   
   

Der Talent machte uns dann etwas sorgen, den der stand immer auf Gleis 10 und ob er auch da einfährt? Gleis 10, dass muss man dazu sagen ist ein Stumpfgleis ganz am Bahnhofsgebäude dran, und das einzige Gleis welches man nicht wirklich gebrauchen kann für ein Foto, da man auf der falschen Sonnenseite steht.
Da im Bahnhof aber noch Baneverket Jungs am Weichen ausmessen waren hofften wir, dass sich die Weichenstellung noch ändert? Tat sie leider nicht, der Talent fuhr voll auf Gleis 10 ein und war damit nur einen Bruchteil so brauchbar wie bei einer Einfahrt auf Gleis 1, wie sonst immer gehandhabt.

   
         
         
       
   

Ein Talent aus Andalsnes hat Einfahrt auf Gleis 10 (links weg) in den Bahnhof von Dombås. Gleis 11 wird nur einmal im Tag angefahren, leider im falschen Moment.

   
   
   

Ankunft vom Talent ist 13, die vom Signatur 41, super Umsteigeverbindung also, und für uns schön etwas zu warten. Wir standen immer in der Sonne, wirklich immer und sahen die Einfahrt vom Signatur nicht gefährdet, warum auch, die Wolken waren zwar da aber recht wet weg.
Der Lokführer vom Talent hatte wohl pause, so setzte er sich in den Passagierraum und machte sein Radio an ;) Leider schloss er die Tür irgendwann, so das uns das Musikalische Unterhaltungsprogramm verwehrt blieb, vermutlich wurde es ihm zu Windig im Zug drin, es stürmte nämlich auch im Bahnhof Dombås ganz schön. Achja, schön war der Tunnel beleuchtet zur Planzeit, doch die Lautsprecherstimme sagte etwas von 5 bis 10min Verspätung. Hmmm, Blick zum Himmel, die Wolken haben die Sonne eingekesselt und liessen ihr nicht viel Spielraum ausser nach oben ;) 5min verstrichen, 7.5min, also das genau „5 bis 10min“ verstrich auch, 10min ... und dann kam der Schatten. Erst nur ganz kurz dann immer länger und in jeder Sonnenphase wünschten wir uns den Zug herbei. Es ist müssig zu sagen, es hat nicht geklappt, und zwar wieder nur wegen SEKUNDEN.

   
         
         
       
   

Bm73 als Rt44 von Trondheim nach Oslo an der Einfahrt von Dombås, kurz vor Auftauchen des Zuges machte sich die Sonne auf und davon.

   
   
   

So ein Mist, Talent aufs falsche Gleis und der Signatur im Schatten, dafür also 45min in der Sonne gewartet und Signatur auf dem Fjell versaut. Mit den Standbildern und dem Talent der ja eigentlich in der Sonne kam geben wir Sonne und Miesepeter mal einen Punkt, somit ist immer noch die Sonne in Führung!
Dann fuhren wir rauf aufs Fjell, der zweite Signatur war ja noch fällig und wie wir so fuhren merkten wir, dass der in 10min eigentlich da ist wo wir hin wollten. Ohoh, das reichte nicht mehr und die Sonne drängte unseren Radius der Möglichkeiten sehr Eng ein, so dass uns eigentlich nur der Abschnitt an der E6 blieb. Ein undankbarer Abschnitt, sehr undankbar. Die Sonne war drüben, und die einzige Möglichkeit höher zu stehen war auf der anderen Flussseite, Brücke aber gibts keine. So versuchten wir an der Bahnbrücke irgendetwas zu reissen, was aber irgendwie nicht so recht klappen wollte. Es stürmte übrigens so stark jetzt, dass das fortbewegen in einer Windböe drin relativ mühsam war ...
Bei der Bahnbrücke drückten wir uns am Fluss vorbei und wollten dann hoch, ging aber nur sehr schlecht. Ich Schoss dem Zug dann spitz von vorn voll auf die Nase, es war zwar Sonne, mehr aber auch nicht.

   
         
         
       
   

Bm73 06 auf dem Dovrefjell bei Svånå als Rt46 von Trondheim nach Oslo

   
   
   

Es wäre Unfair dem Wetterpech und Miesepeter gegenüber der Sonne einen vollen Punkt zu geben, wie wär’s mit Schirifehler, Sonnenbild trotz keiner Stelle oder so? ;)
Wir regten uns aber beim zurück gehen tierisch auf, für NICHTS in Dombås haben wir das allerbeste aller besten Abendlichter hier oben versaut, mit einem Schuss auf die Nase – das fühlt sich so ein wie ein Schlag auf die (blaue)Nase :)
Zugverkehr ab diesem Zeitpunkt nur noch nach Norden und damit grundsätzlich aus dem Licht, einzige mögliche Stelle zum querballern, auf der Fläche vor Fokstua. Aber da wir es nicht eilig hatten guckten wir uns noch schnell den Eingang von einem Bezahlweg an welcher in die Berge hinein führt bei der Militärbasis. Die Basis kenne ich, dachte aber immer da sei alles Militär Sperrgebiet und so, dass da ein Bezahlweg für jedermann über deren Übungsplatz führt ist ungewöhnlich, so etwas kenne ich sonst nur aus der Schweiz, da irgendwo am San Bernardino bei Zillis oder wo. Nunja, das Ergebnis des kleinen Ausflugs, der Weg den wir im Auge hatten, parallel zur E6 auf der anderen Fluss/ und Bahnseite, ist nicht frei zugänglich trotz bezahlen ... blöd!
Dann fuhren wir voll in die Wolken rein nach Süden, und erst bei Fokstua war wieder hell am Himmel zu sehen, aber sehr weit weg noch unterhalb vom Dombås. Es Regnete am Fjelleingang stark, dahinter schien die Sonne voll durch ein Loch, was eine sehr spezielle Stimmung mit Sonnenstrahlen zur folge hatte. Nicht nur wir nutzten das Schauspiel, auch andere hielten inne und machten ihre Fotos.

   
         
         
       
   

Auf dem Fjell ist es bereits dunkel während Dombås noch in einem Wolkenloch liegt und der fallende Regen von der tief stehenden Sonne angestrahlt wird.

   
   
   

Eigentlich haben wir mit dem Tag schon abgeschlossen, aber irgendetwas in uns drin wollte Kunst machen ;) Kunstbilder wollen ja geübt werden! Und ich kann noch weniger „Kunst“ als Jan und wollte die Gelegenheit für ein paar Feldversuche nutzen ;)
So stapften wir erst über die freie Fläche an die Strecke ran um irgendwie vielleicht das letzte Licht auf den Zug zu kriegen. Mit dem Sonnen / Regen Dings im Hintergrund hätte es sogar richtig was werden können – Silouettte vom Zug vor dem hellen Hintergrund. Der Regen stellte aber zu schnell ab und das Wolkenloch wurde zu klein damit es etwas gegeben hätte. Der Güterzug der mit einer El14 bald schon kam haben wir trotzdem da erlegt. Gab aber nichts fürs Fotoalbum. Ah doch etwas zu Erinnerung bis morgen Mittag habe ich mitgenommen aus dem Feld, nasse Schuhe! ;)
Der rote fehlte noch und ich hatte noch nicht genug Kunst gemacht für heute ... Kunst, was ist das eigentlich? Also ich, der nun ja gar keine Ahnung davon hat, definiere Kunst ähnlich wie Jan vorhin gerade sagte, Kunst ist es dann, wenn man ein Bild von einem Zug machen will welcher ohne normales Licht daher kommt. Ob das Bild dann Kunst ist oder ob es Kunst ist den Zug ansehnlich aufs Bild zu kriegen, weiss nicht? ;)
Auf jeden Fall liefen wir bei ein paar Häusern über einen trockenen Weg an die Strecke, erst wollte ich etwas mit hellen Hintergrund machen, wahre Kunst. Dann kam ich weg davon und wollte einen Mitzieher machen von weiter weg .. immer noch Kunst? Der helle Himmel welcher aufkam machte es dann aber unmöglich. Dann setzte ich mich unter die Strecke für eine Zug Silouette ... Kunst? JAA, aber nicht wenn der Zug nicht angestrahlt ist, das kam mir aber relativ spät in den Sinn – klassischer Anfängerfehler wohl? ;) So ging ich rüber zum Meister welcher geübt an der künstlerisch wertvollsten Stelle stand und wartete. Ich schaute mir ab wie man das so macht und als der Zug kam, mit 30min Verspätung (gut Kunst will weile haben), sah das Resultat ganz ansprechend aus ;)

   
         
         
       
   

El18 2254 von einem Wolkenloch angestrahlt mit Rt47 auf den letzten Metern der Steigung vor Fokstua am Fjelleingang.

   
   
   

Dann war aber gut für heute, genug gutes, Mist und Kunst produziert für einen wechselhaften Tag, der kann jetzt nur noch mit einem leckeren Abendessen gerettet werden.
So gingen wir Einkaufen und dann noch unsere Hütte bis Freitag bezahlen bei der netten Frau von dem Platz. Der Platz sei ab Donnerstag dann nicht mehr bedient, sie fahre nach Schweden mit dem Enkelkind, aber wir sollen den Schlüssel einfach in eine Kiste werfen. ;) Jan zauberte während ich unter der Dusche stand feines Essen, Elchfleisch an Brunsos mit Kartoffelstock, mmmmh! Jetzt sind wir am schreiben und lassen den Abend ausklingen.
Achja, wie ging das Spiel Sonne vs. Miesepeter und Wetterpech aus? Wir waren ja bei 5 ½ für die Sonne zu 4 ½ für den Miesepetter und das Wetterpech. Das Signaturbild will ich nicht werten, und die Kunst? Ich weiss ja nicht ... aber da wir die unter normalen Umständen gar nicht gemacht hätten muss man es wohl eher bei der Sonne zählen als beim Miesepeter? Weil anschauen kann man es sich … . Eigentlich ist diese Wertung, wo jetzt die Sonne mit 2 Punkten Vorsprung gewonnen hat nicht sonderlich aussagekräftig. Nicht beigerechnet sind die Bilder die wir verpasst haben aus Dummheit, Faulheit (ok, das war keins) oder aus Entscheidungsfehlern.
Achach, aber der Tag war nicht verkehrt, bisschen was kam dabei raus und in 1 Woche sind die Pleiten vergessen ;)

   
         
       
       
         
   

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