Tag 15: Samstag, 26.09.2009, Tangen - Wetzikon

 

 

         
   

Letzter Tag, und letztes Glück. Noch in der Nacht nach einem wunderschönen Abend am See direkt vor unserer Hütte begann ich den Urlaub etwas Revue zu passieren lassen. Schöne Sache war das ;) Der Morgen begann wieder sehr gemütlich, wir eilten nicht und standen erst um 9 Uhr auf. Der Himmel präsentierte sich so, dass auch am letzten Tag des Urlaubs mindestens ein Sonnenfoto drin liegen sollte. Es hatte ausser ein paar kleinen Wolken zwar viel schmodder am Himmel, aber auch blau war da.
Ich räumte meinen Krams zusammen während Jan dabei war mal etwas die Grafen für unsere Gegend zu durchforsten. Das Ergebnis war leider ernüchtern, die Bahn vor der Hütte, von Oslo nach Lillehammer versprach nichts besonderes – und auch im Personenverkehr ist der Samstag der schwächste Tag der Woche, 2h statt 1h Takt z.B im IC Verkehr nach Skien.  So suchten wir uns eine alternative und fanden Sie in der Kongsvingerbahn welche von Lilleström nach Westen bis Kongsvinger und weiter nach Schweden führt.
Nach dem Einladen verabschiedete ich mich von der Hütte und es ging los, nach einem kurzen Stopp am Supermarkt zwecks Kleingeldvernichtung fuhren wir meist die Sonne ins Auto scheinend auf einer Nebenstrasse direkt nach Skarmes. Die Landschaft in der Ecke ist schon sehr schwedisch, leicht hügelig mit dichten und unendlich wirkenden Nadelwäldern.
In Skarmes suchten wir erstmal den Bahnhof auf und guckten am Abfahrtsanzeiger was so geht. S-Bahn Verkehr nach Oslo war reichlich vorhanden … aber immer mit der Bemerkung Ma-Fri oder Lö – Fri, der Samstag wird bis auf einen einzigen Zug nicht aufgeführt. Der war aber schon weg. Dafür hält der von der SJ Betriebene Fernverkehr von Stockholm nach Oslo und zurück an der Station, und ein Zug nach Oslo war noch fällig.
Ab Arnes gibt es aber mehr S-Bahn Verkehr auch am Wochenende, und so fuhren wir immer nach Stellen Ausschau haltend da runter. Es geht einiges, häufig sind Felder direkt an der Bahn dran und es ist meist offen. Kurz vor Arnes fanden wir dann auf einer Strassenbrücke eine Stelle die mir so gut gefiel dass ich sie kurzerhand zur Stelle für den IC aus Stockholm erkohren habe. Jan hatte nichts dagegen und so wollten wir dahin zurück wenn die Zeit kommt.
Es war etwa halb 12, Zeit für die S-Bahn bei Arnes. Ankunft um 02, Abfahrt um 30, so stand es im Fahrplan. Am Bahnhof Arnes schauten wir uns noch kurz um, er hat richtige Bahnsteige, nicht mal aus Holz, ganz anders als die ganzen Stationen Nördlich von Arnes, die noch den originalen Norwegischen Charme versprühen und sich auch als klasse Fotomotiv anbieten würden.
Am Haltepunkt Bodung wurde es dann Zeit für den Zug, weiter Suchen wollten wir nicht mehr und so stellten wir uns auf eine Bauernhofzufahrt und warteten mal. 5min Verspätet rollte die 3 Teilige Bm69 Einheit sehr langsam vorbei und hielt am Haltepunkt an, wo sogar noch jemand einstieg für die letzten Kilometer nach Arnes.

   
         
         
       
   

S-Bahn von Oslo nach Arnes kurz vor dem Haltepunkt von Bodnung.

   
         
   

Der Himmel war noch immer Schleierverhangen und an Vollsonne war nicht zu denken, aber es wurde langsam weniger und so bestand noch Hoffnung für den Nachmittag. Dann ging es weiter und nur wenig später fanden wir Stellen mit denen man den Zug noch besser hätte umsetzen können. Die Bahn verläuft äusserst Fotogen etwas oberhalb von einem Fluss und immer mal wieder stehen Herbstlich gefärbte Bäume und Wälder neben der Bahn. Ideale Bedingungen für den schön leuchtenden Bm69 der gleich zurück kommen müsste.
Jan setzte mich bei Haga ab, ich wollte den Triebwagen quer mit See, Bauernhof und Herbstlichem Wald schiessen, er suchte sich etwas anderes. Die Sonne war bei mir zwar schon relativ spitz, es sollte sich aber ausgehen. Es wurde 30 … gleich kommt er! 35, 40 … nichts tat sich. Auf einmal kommt eine SMS von Jan, die NSB melde, Zug wegen Technischem Defekt unbestimmt verspätet. Na denn, ich rechnete noch mit einem Auftauchen und bewegte mich nicht von der Stelle. Dann die nächste SMS, Zug werde mit Ausfall gemeldet, Jan komme wieder zurück. Ich lief ebenfalls wieder zur Strasse hoch und nun hatten wir es eilig. Die Brücke war doch schon wieder weiter weg als vermutet und der IC drückte langsam aber sicher. Wir erreichten die Brücke etwa 5min vor der errechneten Planzeit und stellten uns hin. Die Strasse da hin ist auch klasse, wir wählten die kurze Variante welche über eine holprige aber grosse „Naturstrasse“ führt ;) Und da lernte Jan unser Quitschmobil das Fliegen, natürlich nur über die zahlreich vorhandenen Schlaglöcher.
Kurz nach unserem Eintreffen und noch vor der errechneten Planzeit kam etwas was wir erst für eine Regina gehalten haben – Regina könnte sein, gefiel uns aber gar nicht. Der Zug kurvte auf uns zu und schnell war klar, das ist keine Regina, das ist ein Panzerzug … ganz in grau, ein Flytoget?

   
         
         
       
   

Ein Flytog als IC von Stockholm nach Oslo? Nicht wirklich, trotzdem kam er von Kongsvinger gen Oslo gefahren – bei Arnes.

   
         
   

Wir haben ihn geknipst und erstmal etwas perplex. Flughafen Zug im IC Verkehr nach Stockholm? Kann doch nicht, Ersatzzug? Innlandsverkehr? Konnten wir uns alles nicht vorstellen. Jan versuchte dann im NSB System heraus zu finden ob der IC Pünktlich sei oder nicht … aber dem System war der Zug nicht zu entlocken. Ist ja SJ und nicht NSB, das zeigt mal wieder wie wenig sich die NSB für den spärlichen Internationen Verkehr interessiert ;( Jan wollte warten, ich glaubte ehrlich gesagt nicht mehr an ein auftauchen des ICs und malte mir irgendwelche Geschichten aus warum da nun ein Flytog kam.
Der Wechsel an die Gardermonsbahn, die Flughafenstrecke, stand bei uns unmittelbar bevor, pünktlich für den roten aus Trondheim wollten wir da sein. Ich lief mal zum Wagen zurück um etwa 2 Uhr um zu gucken wie lange wir brauchen und wann der Zug genau da ist. Kaum den Fahrplan aufgeschlagen schreit Jan, der IC kommt. Ich sprintete zurück und es reichte gerade noch, für die blaue RC mit der fast blauen Garnitur, nur ein schwarzer Wagen (leider gerade hinter der Lok) macht die schöne Einheit mit rotem Bio kaputt.

   
         
         
       
   

Rc 1383 mit dem IC von Stockholm nach Oslo erreicht kurz vor Arnes langsam den Dunstkreis der Norwegischen Hauptstadt.

   
         
   

Sehr zufrieden über den erwischten Flytog, der dann doch speziell war, fuhren wir in Richtung Flughafenbahn. Ein Flytog auf einer Eingleisigen Strecke mit Holzmasten und Bauernhöfen samt Feldern im Hintergrund, ein gewisser Seltenheitswert dürfte dem Foto doch zugestanden werden. An die Flughafenbahn wollte vor allem ich, wegen den Bm71, also den Flytog Kisten. Weil mir da bis dahin überhaupt noch Fotos fehlten. Der rote nach Trondheim war natürlich netter Nebenverkehr, genau so wie ein paar Unzüge.
Bei Jessenheim, kurz vor dem Flughafen, suchten wir uns eine Brücke und warteten mal auf den roten von Norden. Jan Parkte relativ weit weg auf der anderen Seite beim Eingang zur Baupiste der Neubaustrecke, eine Wegeinfahrt zu einem Bauernhof welcher näher lag wollten wir nicht nehmen, die Gefahr im Weg zu stehen war grösser.
So warteten wir, Flytog kam, Bm72 als S-Bahn nach Kongsberg und so … nur der rote wollte nicht so richtig zur Planzeit. Das der rote gerne mal zu spät ist wissen wir ja, das er uns nicht mag ebenfalls, aber als nach 20min nichts geschah warf Jan mal wieder das Handy an. Er lachte laut als er las … Zug, Ausfall. LOL, jetzt hatten wir aber wirklich alles. Ich erinnere mal wie er uns das Leben schwer gemacht hat: Zu spät, deshalb im Schatten. Pünktlich, deshalb im Schatten, Ausfall (wäre Sonne) und Ersatzzug (Sonne). Ist schon verhext mit der Kiste. Dann, wir wollten noch auf den Unzug warten, kam aus dem Hof raus ein Mähdrescher und Jan freute sich schon, "siehste, hätten wir da geparkt müsste ich jetzt rennen". Jaja .. das Gefährt fuhr bei uns vorbei und bog in die Einfahrt zur alten Baupiste ein. MUHAR, er hielt an und der andere stieg aus und lief in unsere Richtung. Unmöglich, die Zufälle sind echt für nichts. Der Bauer kam und Jan fragte, ob er im Weg stehe … der Bauer meinte nur, wenn er wegfahren würde wäre gut, er müsste jetzt aber erst etwas beim Hof holen was er anscheinend vergessen hatte.
Jan wartete erst und wollte dann als der andere wieder in Sicht war Umparken. Trotzdem lief er irgendwann los. Er war noch nicht ganz beim Auto da kommt der Unzug, lol … schon wieder Zufälle. Heute wollte es nicht, zudem sich bei uns immer noch so ein blöder Schleier hielt. Kurz bevor wir gehen wollten fuhr auf der alten Strecke welche in unserem Rücken die NBS Quert eine altrote Bm69 Garnitur vorbei, oha, das hätte man wissen sollen!

   
         
         
       
         
       
         
       
   

Flytog und IC Verkehr bei Jessenheim. An dieser Stelle kreuzt die alte Strecke die Flughafenbahn.

   
         
  Wir wechselten die Stelle eine Brücke weiter und schossen die im 20min Takt verkehrenden Bm71. Für eine Streiflichtaufnahme wollten wir einen mit Fernlicht, der also übers ganze Maul strahlt (um es mal vereinfacht zu sagen). Doch auch nach 3 Zügen kam kein solcher … *mmh*. Für die nächste S-Bahn auf der Altbaustrecke wechselten wir dann kurz die Strecke. Einen Neulackierten Bm69 hatten wir bei der hochfahrt zwar gesehen, trotzdem ballerten wir ihn bei der Ortseinfahrt von Jessenehim.  
         
         
       
   

Bm69 625 als Regio nach Sköjen bei Jessenheim. Obwohl auf der Altbaustrecke hat man da ein paar von den Designermasten gesetzt. Und so sieht man hier drei Mastsorten hintereinander ;)

   
   
    Wir stellten uns dann noch mal kurz an die Brücke für den nächsten Flytog, aber auch der kam wieder ohne Fernlicht.    
         
         
       
         
       
   

Flugzüge vor Jessenheim, für die Streiflichtaufnahmen haben wir uns einen Zug mit Fernlicht gewünscht, was leider nicht in Erfüllung ging.

   
         
   

Dann fuhren wir etwas weiter Südlich bis Klöfta, da kannte Jan wieder eine nach seiner Aussage nette Brücke. Sie war es auch, und für Bm71 und einen Unzug war es gerade recht. Der Schleier war zu dem Zeitpunkt fast komplett weg und die Sonne strahlte so stark wie wir es uns gewohnt waren aus den letzten zwei Wochen.

   
         
         
       
         
       
   

Die Sonne war schon recht tief als wir bei Klöfta noch zwei Stellen ausprobierten.

   
         
   

Da uns der Altlackierte Bm69 nicht aus dem Kopf gehen wollte stellten wir uns ganz am Schluss wieder bei Jessenheim noch einmal für die S-Bahn. Wir wussten nicht ob er wieder kommt, hofften aber etwas darauf, weil so nach dem Fahrplan hätte es sein können. Und im besten Abendlicht kam er, kurz bevor ein weit entferntes Wolkenfeld die Sonne schluckte.

   
         
         
       
   

Das letzte Foto von dem Urlaub, Bm69 im alten Lack als S-Bahn nach Oslo bei Jessenheim.

   
   
   

Das war das letzte Foto … ich packte zusammen und wir fuhren zum Flughafen. 18:35 waren wir da, Einchecken konnte ich bis 55, so blieb also genug Zeit. Ich verabschiedete mich von Jan und liess das Quitschauto und ihn zurück. Er darf noch eine Nacht länger in Norwegen bleiben ehe er dann am Sonntag zurück fliegt.
Im Flughafen kramte ich mein E-Ticket hervor und lief selbstsicher zu einem Check-In Automaten. Dings .. hier, Deutsch … E-Ticket. Der Automat wollte aber den Code nicht Lesen. So ging ich halt das Personal am Swiss Check-In etwas belasten und gab da meinen Koffer auf. Der Flughafen war ganz gut gefüllt, zwei Langstreckenflüge nach Djerba und Islamabad waren auf der Tafel und sollten wohl voll werden. Viele Reisenden mit den ganzen Familien waren herum und alle mussten sie durch die Sicherheitskontrolle. Etwas sehr Personaloptimiert war nur ein einziger Durchgang geöffnet, was dementsprechend lange gedauert hat, etwa 15min stand ich in der Schlange. Immer wieder kamen welche angerannt und quetschten sich an der Kolonne vorbei. Der Flug nach Djerba war ready to boarding und alle die zu knapp Kalkuliert hatten, hatten nun ein Problem. Dementsprechend lange war auch die Durchsage mit Namen von Leuten, welche sich unverzüglich zum Gate begeben sollen!
Ich kam dran und schon wieder wurde ich Opfer von den optimierten Arbeitsabläufen der Norweger ;) Die Behälter für die Scan Maschine sind ja ganz schön klein, in Zürich konnte ich Kameratasche, Jacke und den ganzen anderen Krempel auf ein solches Ding stecken, hier brauchte ich deren 3. Laptop, Kameratasche, die gerade so passte, und Jacke mit Rest. Meine gemütliche und entspannte Art bei solchen Dingen wurde von den hinter mir stehenden Leuten nicht gerade goutiert und man machte etwas druck von hinten, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber schneller ging’s deswegen sowieso nicht … weil meine Kameratasche war einige Zeit im Scanner ehe man sie als sicher befunden hat und sie auf mich zugerollt kam. Gleiche Prozedur wie vorhin beim ausräumen der Kisten und wieder meinten einige den Flieger wegen meiner Gemütlichkeit knapp zu verpassen. Wobei es für die nach Djerba eh zu spät war. So sah es mindestens aus, den ein Pärchen welches mich kurz vor der Kontrolle überholte und dann zum Gate rannte kam mit hängenden Köpfen und wild Gestikulierend wieder zurück *hmmmh* ;)
Das mein Flieger nach Zürich so leer werden würde wie beim Hinflug hoffte ich zwar, konnte ich aber ausschliessen, dafür waren zu viele Leute rum die Schweizerdeutsch miteinander sprachen. Am Gate setzte ich mich dann hin und hörte etwas die Musik vom Urlaub mit meinem Kopfhörer. Der Swiss Flieger, eine A319, kam derweil ans Gate gerollt und Menschenmassen strömten heraus, deutlich mehr als die bei mir damals ;)
Der Junge am Gate schien etwas Mühe mit der Durchsagemaschine zu haben, jedes mal wenn er etwas durchsagen wollte brauchte er mehrere Versuche. Beim Versuch den Flug aufzurufen scheiterte es dann, sein Kollege von BA kam dann aber und übernahm kurzerhand den Aufruf, ohne Probleme.
Ich stellte mich hin und es waren ganz schön viele Leute, aber ich hatte ja meinen Platz, 34F, zweitletzte Reihe aber mit Fenster .. ist schon gemütlicher so als bei Easyjet wo man immer ums Fenster bangen muss.
Ich setzte mich in die Reihe und stellte mich auf Nachbarn ein, doch der Zufall wollte es so, dass im nahezu 100% ausgelasteten Flieger genau die zwei Plätze neben mir frei blieben. Andere freie Plätze habe ich nur einen gesehen .. und das obwohl ich so spät Einegeckt habe? Mir solls recht sein!
Ich fürchtete aber um meine Ruhe, den hinter mir Sass eine überbesorgte Mutter mit ihrem Neugeborenen, sie hielt es jedem unter die Nase und meinte so eine Sonderbehandlung zu erhalten … bekam sie meist auch ;) Aber meine Ängste bewahrheiteten sich nicht, im Gegenteil! Als der Flieger voll war ging es langsam los, wir rollten in der Dämmerung auf die Piste und ich sah noch wie sich die Leute in den Flieger nach Islamabad quetschten während des Manövers.
Nach dem einschwenken auf die Piste drückten die Piloten ohne anzuhalten die Hebel nach vorne und es ging los. Netterweise hat man das Licht in der Kabine komplett ausgemacht in der Startphase. Da ich artig meine Musik aus den Ohren und den Player ausgemacht habe lauschte ich nun der jungen Mutter wie sie ihrem Kind auf dem Schoss ein Lied sang … sie konnte es nicht schlecht und es war eine herrliche Stimmung, draussen wurden die Häuser kleiner und der rot gefärbte Himmel wurde immer mehr.
Auf der Reiseflughöhe angekommen steckte ich wieder meine Musik ins Ohr und sah schon mein Abendessen gefährdet, bei dieser Auslastung werden kaum doppelte Portionen verteilt. War dann auch so, ich konnte beim belegten Brötchen nicht mal mehr den Belag wünschen, war mir aber Egal.
Im gedämpften Kabinenlicht sah man gut raus und wenige Minuten nach dem Start zog Oslo unter uns vorbei … bald schon erreichten wir das offene Meer. Bis wir wieder Festland erreichten wurde war es aber komplett dunkel und erst über Deutschland wurde es wieder heller. Ort um Ort reihte sich aneinander.
30min vor der Landung sah ich rechts unter uns Frankfurt, kurz dahinter Darmstadt und dann Mannheim, eine kette von weissen und roten Lichtern markierten klar die Autobahn welche wie zwei Linien Südlich aus Frankfurt heraus führte ….
Die Landung in Zürich erfolgte fast 10min zu früh, praktische Informationen auf dem Display zeigten z.B das Gepäckband an und Anschlussflüge. Johannesburg, Bangkok, Seoul, Hong Kong, und die Leute diskutierten darüber was ich auch dachte, wohin würde ich jetzt am liebsten fliegen? Weniger Exotische Ziele gab es auch noch, Basel, Genf, Frankfurt … ;)
Der Flieger leerte sich langsam nach dem Andocken während ich noch auf meinem Platz wartete um nicht im Gedränge raus gehen zu müssen. Am Gepäckband war ich dann doch einer der ersten der verschwand, mein Koffer kam schnell und ich stand am richtigen Ort. Neben unserem Flieger aus Oslo war auch ein Flieger von Palma auf dem Gepäckband, alleine schon in der Kleidung war auf den ersten Blick klar, da die Temperaturen an den Abgangsorten jeweils recht unterschiedlich sein mussten.
Auch Zürich bringt es also fertig bei freien Gepäckbändern zwei Flüge aufs gleiche zu legen. Die Sommerlich angezogenen Urlauber, alle sehr gut gelaunt waren ein krasser Gegensatz zur Oslo Fraktion … ;)
Als ich raus war gings mit dem IC zum Hauptbahnhof in Zürich wo ich routiniert gerade so die S-Bahn nach Hause verpasste – rennen mit dem Koffer mochte ich nicht. So setzte ich mich in die Bummel S14 um so nach Wetzikon zu kommen – noch immer mit der Urlaubsmusik im Ohr .. Rob Dougan, The Alan Parson Project, Katie Melua und wie sie alle heissen ….
Die Schattenseiten der Zivilisation, im Sinne von – „in der Norwegischen Einsamkeit ist alles etwas gemütlicher“, lernte ich auch wieder kennen. Gelangweilte Minderjährige die am Samstag Abend nichts besseres zu tun hatten als am Bahnhof und in der S-Bahn krach zu machen. Die Zugbegleiter der S-Bahn hielten sich gewohnt im Hintergrund und tauchten erst nach Oerlikon auf als die Gruppe ausgestiegen war.
Vorbei, um 22:45 erreichte ich die Heimat und meine erste Amtshandlung nach dem Abstellen de Koffer, Bier aus dem Kühlschrank ;)

   
         
         
       
       
         
   

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