Tag 8: Samstag,19.09.2009, Voss - Voss

 

 

         
   

Heute sollte wieder ein super Tag werden, so zumindest versprach es der Wetterbericht, wir kennen es ja langsam ;) Wir hatten grosses vor, wir wollten nach Uppsete hoch laufen und da einen Tag im Hochgebirge verbringen. Die Landschaft da oben sei wunderschön und die Bahn häufig frei, so berichtete es Jan, denn obwohl ich die Strecke auch schon ein halbes Dutzend mal gefahren bin kann ich mich an diesen Abschnitt nicht wirklich erinnern.
Das Wetter war nicht ganz wie versprochen, den draussen über dem See lag dichter Nebel, es war aber schon so hell, dass oben drin die Sonne scheinen musste und nicht noch mal Wolken kamen.
So brachen wir früh auf, um kurz vor Acht, einziger Wehrmutstropfen, das Frühstück verpassten wir gerade so, es beginnt erst um 8. Da waren wir aber schon an Voss vorbei und auf der Strasse nach Mjöfjell hoch. Bei Ygre nur kurz über Voss begann dann schon das erste mal die Sonne zu drücken, bis Urdland waren wir dann im strahlenden Sonnenschein, Wolkenloser blauer Himmel über, dunkle Felswände neben uns. Die noch sehr tiefe Sonne brachte die in toller Herbstfärbung glänzenden Bäume noch mehr zum strahlen, im Tal unten lagen teilweise noch kleine Nebelbänke, eine Szene wie im Märchen! Und wir mitten drin, aber sooo viel Zeit zum geniessen hatten wir nicht, schliesslich waren wir gerade am Frühstücken auf der Fahrt hoch, und etwas eilig hatten wir es auch noch ;)

   
         
         
       
   

Morgenstimmung am Bahnhof von Urdland, der Nebel im Raundalen verzieht sich mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages.

   
         
   

Die Strasse war zu dem Zeitpunkt herrlich leer, ein einziges mal kreuzten wir ein Talfahrendes Auto, ansonsten sahen wir keine Sehle. In Ørnaberget angekommen stellten wir uns Auto auf einen nicht wirklich offiziell aussehenden Parkplatz und packten unser Zeug. Ørnaberget ist der letzte Punkt der öffentlichen Strasse, weiter geht dann der Weg nur für Hüttenbesitzer mit dem Auto, alle anderen müssen zu Fuss oder mit dem Radl weiter. Ørnaberget ist auch den Leuten ein Begriff die da oben mal eine Jugendherberge gesucht haben, da ist eine, das Vandreheim. Ich und Daniel wir waren vor vielen Jahren im Winter mal da, Jan auch schon mal. Um die Jugendherberge welche sehr schön gelegen ist war aber noch alles verdächtig still, es waren wohl noch alle am Schlafen.
Wir gingen dann schnellen Schrittes den Weg hoch, welcher zu beginn stetig im engen Tal ansteigt um das Niveau der Bahn zu erreichen. Dann kommt man das erste mal eine Stelle wo die Bahn offen ist, und der Zufall wollte es, da wir genau in dem Moment da waren wo auch der Regio nach Al durchzog. Wir hatten uns zwar beide gerade vorbereitet, so richtig geklappt hat es aber doch nicht, er kam so schnell und überraschend.

   
         
         
       
   

Zug 1828 mit zwei langen Bm69 geführt hat gleich den Talkessen von Uppsete erreicht und befindet sich zischen Ørnaberget und Vieren

   
         
   

Dann waren 30min Zeit um die von Jan avisierte Stelle zu erreichen, es war aber nicht mehr weit, nur einmal um die Ecke rum und wir waren da. Das Hochplateau war erreicht, ein See bedeckt die grösste Fläche des breiten Tals, Bahn und Weg führen am Nordufer entlang. Nach weiteren 2min waren wir an der Stelle angelangt, mit Blick auf See und dahinter liegende Bergkette warteten wir auf den Signatur, welcher leider wie gestern gesehen aus zwei blauen bestehen sollte.
Es war am frühen Morgen noch fast Windstill, so lang der See ruhig vor uns und die Landschaft spiegelte sich darin. Einige feine Windstösse wirbelten das Wasser aber immer so fest, dass die Spiegelung im Eimer war. So hofften wir mal auf etwas Glück, doch zur Planzeit rauschte gerade eine kleine Windböe an uns vorbei und machte die Spiegelung kaputt. Aber auf die Verspätung der Züge ist verlass ;). Das Wasser legte sich wieder und genau im richtigen Moment kam der Signatur hoch gefahren. Das war ja schon mal einsame Spitze!

   
         
         
       
   

Still lag die Oberfläche des Langavatntet vor uns als die Doppelgarnitur Bm73 als Zug 62 von Bergen nach Oslo an uns vorbei fuhr.

   
         
   

Wir wechselten kurz die Stelle, liefen etwas zurück und schossen gleich einen Regio von Myrdal nach Voss runter mit etwas Frontschatten.

   
         
         
       
   

Bm69 als Regionalzug von Myrdal nach Voss (-Bergen) auf den letzten Metern des Uppsetdalen, der Hochebene von Uppsete. Nächster Halt auf Verlangen, Ørnaberget

   
         
   

Nächster Zug ein Regio hoch nach Myrdal, den wollten wir aber etwas weiter Richtung Uppsete erlegen. Auf dem Weg meinte Jan dann nur, „horch, da klingt etwas wie ein Zug“. Und es war einer, einer nach Bergen, eine Hector 85er mit einem Haufen leerer Containerwagen. Hmm, schön blöd, 5min vorher standen wir an einer Stelle für diese Richtung. So schauten wir ihm halt zu und dachten uns noch, vielleicht kommt er ja wieder hoch oder noch mal Baugerödel hinterher wie gestern schon. Für den Regio hoch, welcher natürlich auch wieder etwas zu spät war, standen wir kurz vor Uppsete nett an den Hang und erlegten ihn von da herunter. Ebenso taten wir es mit dem Gegenzug welcher etwa 15min später kam

   
         
         
       
   

Bm69 von Myrdal nach Voss (-Bergen) im hinteren Teil des Uppsetdalen. Unten zu sehen wieder der Rallervegen mit den stets anwesenden Wanderern.

   
         
   

Dann endlich war Zeit für einen richtigen Zug, aber nicht nur für einen sondern für drei. Das dumme hier am Fahrplan, es gibt so Hochlastzeiten, da läuft einiges, und dann gibts Schwachlastzeiten, da kommt nur mal ein Regio und sonst nix. Und eben einen solchen „rush“ sollte jetzt folgen. Erst der rote hoch, der kreuzt dann in Myrdal mit dem roten runter, dieser wiederum kreuzt in Mjöfjell mit einem Güterzug welcher dann im Myrdal den Signatur kreuzt ;) Myrald und Mjöfjell sind natürlich die beiden Kreuzungsttationen um uns, die Zugfolge ist also um die Zeit ganz beachtlich.
Für die beiden roten hatten wir uns dann bei ein paar Häusern eine Stelle heraus geguckt welche mit ein paar Metern Fussmarsch jeweils für beide Richtungen gut ging. So warteten wir erstmal auf den roten hoch. Wie wir da so standen begann ein recht kalter Wind zu blasen aus dem Tal hinaus und ich bereute es für ein paar Sekunden, dass ich die Jacke doch im Auto gelassen habe. Die Sonne brannte aber ganz gut, so das es nie wirklich unangenehm kalt wurde. Der Zug kam pünktlich und wir schossen ihn unten hoch mit einem Wasserfall im Hintergrund.

   
         
         
       
   

Blick auf die Hochebene des Uppsetdalen mit Zug 602 im Bild.

   
         
         
       
   

Zug 602 von Bergen nach Oslo kurz vor dem Haltepunkt Uppsete. Der Wasserfall kommt aus dem Breidalen hinunter in das Uppsetdalen und mündet unterhalb der kleinen Brücke (ganz unten links) in den Rundavatnet.

   
         
 

Wir wechselten die Position und gleich nach dem erreichen, oder genau 8min später, rollte der zweite rote an uns vorbei in Richtung Bergen. Seit wir den Zug sehen ist da immer die selbe Lok vor, El 18 60 um genau zu sein. Warum mir das auffällt? Die Lok ist für Norwegische Verhältnisse recht dreckig, gerade die Front ist ziemlich eingesaut, was man so von El18 sonst gar nicht kennt.

 
         
         
       
   

El 18 mit dem ersten Zug aus Oslo, 609 nach Bergen am Ende des Gravhalstunnelen (5311 Meter) bei Uppsete.

   
         
   

Der Zug war durch und wir hatten 20min Zeit für den Wechsel, am Tunnelportal fanden wir uns dann wieder und warteten auf den Güterzug. Auch dieser kam Planmässig, mit El19 und eigentlich recht gut beladen, nur die ersten paar Wagen hinter der Lok waren es leider nicht.

   
         
         
       
    El19 007 mit dem Güterzug 5504 nach Oslo direkt an der Einfahrt vom Gravhalstunnelen    
         
   

Für den letzten Zug des schubs, den Signatur nach Bergen versuchte ich mich weiter hinten beim Portal etwas in die Höhe zu stellen. Was ich dabei nicht wissen konnte, der ganze Hang ist ein grosser Abfluss. So machte es immer mal wieder matschmatsch und am Schluss waren die Füsse schön Nass.
Der Panzerzug liess sich gut Zeit und so steigerte sich die Spannung noch mehr, was sollte es wohl heute sein? Bisher war es ja immer so; wenn wir den Zug erlegen ist bestimmt keine rote Garnitur dabei, wenn wir ihm zugucken oder das Wetter schlecht ist dafür aber konsequent. Die letzten zwei Tage war eine dabei, heute auch? NEEEIN, es kann ja nicht, wir standen ja an der Strecke und wollten ihn Fotografieren. So kam wieder ein blaues Doppel GRUMMEL.

   
         
         
       
   

El19 mit Zug 5506 von Bergen nach Oslo kurz vor Haugastöl oberhalb vom Nygardsvatnet. In Haugastöl kommt die Strasse wieder zur Bahn heran und der im Vordergrund zu sehende Rallervegen hat ausgedient.

   
         
 

Matschend ging es wieder zurück zu Jan wo wir uns erstmal per Handzeichen aus der Ferne versuchten zu verständigen ;) Ich lief schlussendlich zu ihm und wir wollten beim Tunnel warten bis Zeit für die nächsten Züge sein soll. Das Verkehrsloch war etwas über eine Stunde gross, bis dann ein Regio rauf und gleich wieder runter kommen sollte. Eigentlich hatte ich beim Handzeichen geben den Gedanken mal zum Bahnhof zu stehen oder so, Jan dachte aber an den Hectortrasse und so blieben wir an einer Stelle für Züge aus Bergen. Wie wir so am dösen waren, ich hatte noch die Musik im Ohr, kam ein Bauzug aus dem Tunnel raus geschossen, keine Chance den zu kriegen. Die Mz war an vorderster Stelle, eine Nohab dahinter und dann Baugedöns. Ärgerlich, Jan hatte ja noch gesagt das da heute bestimmt auch wieder etwas kommen würde .. sogar ganz ohne ironischen Unterton. So hatten wir heute beide Sonderleistungen bis zu dem Zeitpunkt nicht machen können, Schade.
Zum Regio hoch meinte dann noch einiges Schleiermäsiges über uns ziehen zu müssen, Punktgenau wurde der Regio dann getroffen. Da die Kurzwende in Myrald nicht lange dauerte und der Regio gut zu spät war, die Kreuzung mit dem Baugerödel ging nicht wirklich auf, mussten wir den Gegenzug nach Bergen beim Bahnhof abpassen, was mit etwas Kletterei aber ganz gut gelang.

 
         
         
       
   

Bm69 als Regionalzug nach Myradl am Portal des Gravhalstunnelen

   
         
         
       
   

Regionaltrümmer von Myrdal nach Voss am Ende des Gravhalstunnelen kurz vor dem Haltepunkt Uppsete.

   
         
   

Nächster Plan, Regio hoch, roter runter, Regio runter, Regio runter, Signatur hoch und dann Güterzug runter. Man sieht, es folgte also die zweite Phase wo etwas läuft, aber ein wenig gestreckter im Zeitrahmen. Wir stellten uns dann hinter dem Haltepunkt Uppsete für den roten, den Regio nahmen wir noch so mit weil er halt ebenfalls kam.

   
         
         
       
   

Wieder Regionalverkehr, Bm69 nach Myrdal kurz vor dem Haltepunkt Upssete mit Blick ins Uppsettegi.

   
         
   

Unten auf der Strasse war gut wieder was los, jeder Zug spuckte Wanderer und Radfahrer aus, und auch sonst kamen die irgendwie von überall her. Zwei olle alte meinten dann genau vor uns auf dem Weg stehen bleiben zu müssen und gafften die ganze Zeit hoch zu uns, soll ich mich geehrt fühlen? Zum Glück standen sie aber für mich ideal am rechten Wegrand.
Der rote mit einer sauberen El18 kam dann exklusiv serviert im besten Sonnenlicht, mit einem winkenden und hupenden Lokführer! Wegen solchen Bildern, ich erinnerte mich, bin ich hier nach Norwegen gefahren.

   
         
         
       
   

El 18 2258 mit Zug 601 um kurz nach 16 Uhr kurz nach dem Haltepunkt Uppsete auf dem Weg nach Bergen.

   
         
    Nächster Zug, Regio runter, eigentlich wollte ich den beim HP schiessen und dann den nächsten noch etwas weiter unten auf der Gegenseite vom zweiten Regio am morgen machen. Lange Bergschatten zwangen uns dann aber dazu die Reihenfolge zu ändern und den ersten Regio bereits da hinten zu schiessen. Das hinkommen an die Stelle war etwas sehr mühsam, ein kleiner Bach war da, man sah ihn aber nicht, es plätscherte nur.
Matschmatsch? Aber nicht mit mir! HAHA, ich nahm einen Umweg in Kauf und kam dann über Felsen hinten rum zur Stelle. Die Bergschatten waren zwar relativ lange, Seitenlicht war auch nicht wirklich viel vorhanden, die Aussicht an der Stelle war aber ideal. Der ganze Talkessen kann man einsehen von da aus, der dreiteilige Regio welcher noch ein „alter“ war kam also super. Auch wenn Jan erst meinte der Aufwand habe sich wohl nicht gelohnt bin ich da gegenteiliger Meinung
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Bm69 als Regio nach Voss bei Uppsete mit Blick ins Uppseteggi (Tal).

   
         
   

Unter Blicken von ein paar Wanderern nahmen wir den Fussweg zum Bahnhof unter die Füsse nachdem wir vom Hügel herab gestiegen sind. Unterwegs mussten wir für eine Schafherde noch kurz ausweichen. Ein Bauer trieb die Herde im Auto sitzend vor sich her und gab uns Handzeichen, dass wir vom Weg verschwinden sollten. Das man dafür dann nicht mal ein bestätigendes Nicken aus dem Auto heraus erhält ist Norwegisch – BITTESCHÖN!
Am Bahnhof kurz vor der Abfahrt des letzten haltenden Regios runter war gut was los, es standen ein paar Reisende rum und gafften uns ans als wir an ihnen vorbei gelaufen sind. Noch dümmer dürften die dann gegafft haben als wir nicht eingestiegen sind. Wobei, der Regio hat sogar noch ein paar Reisende ausgespuckt, gut, die Distanz nach Mjöfjell ist ja nicht soooo gross. Der Regio war durch, der Signatur hoch und dann hoffenltich der Güterzug runter waren die nächsten Züge. Signatur kam, natürlich wieder mit den zwei blauen erfreulich Pünktlich und mit einem hupenden Lokführer ganz nett – es ist aber immer ein Ärgernis wie viel Licht die Seiten trotz vollicht schlucken.

   
         
         
       
   

Bm69 als Regio nach Voss bei Uppsete mit Blick ins Uppseteggi (Tal).

   
         
         
       
   

Für die Reisenden der Bm73 Doppelgarnitur von Bergen nach Oslo wird es gleich für einige Minuten dunkel und dann wird der Bahnhof Myrdal erreicht. Aber noch können Sie den Blick auf das Uppsetdalen werfen in den letzten Sonnenstrahlen.

   
         
   

Dann war etwas Bibbern angesagt, die Bergschatten wurden doch immer länger und wir waren schon bald von ihm verschlungen. Die Kurve hielt sich aber noch ganz passabel, ich passte dann meinen Standpunkt noch dementsprechend an und hoffte, dass er gleich kommt. Er liess sich zwar etwas mehr als die im Plan vermerkten 8min Zeit, kam aber noch im besten Licht. Auch hier aber, die El19 Seite frisst gut licht. Warum hat man die El19 nicht wie die El18 lackiert, würde doch bestimmt boimig aussehen ;)

   
         
         
       
   

5521, ein Samstagsgüterzug von Oslo nach Bergen, verlässt mit einer El19 den Gravhalstunnelen bei Uppsete.

   
         
   

Dann waren wir fertig, ein langer Tag war vorbei und es stand nur noch der Fussmarsch zum Auto in Ørnaberget an, sollte aber zu schaffen sein. Unterwegs plauderten wir dann noch etwas um kamen auf die Idee, das die ihre Autos welche meist lieblos am Strassenrand geparkt steht in schöne Norwegische rote Carports stellen könnten. In der untergehenden Sonne fotografierten wir dann noch ein wenig Herbstimmung mit glühenden Bäumen und Sträuchern.

   
         
         
       
   

Herbstimmung auf dem Weg zum Auto zurück

   
         
   

Nach gut einer Stunde, wir hatten uns gut Zeit gelassen, waren wir beim Auto und konnten aufschnaufen, dass war geschafft!
Runter nach Voss gings dann recht fix, die Huii Hubel wurden gut gemeistert (Huii Hubel sind die, bei denen man für einen kurzen Moment das Gefühl hat Schwerelos zu sein oder so ;)) und unterwegs sahen wir vermutlich Hector wieder auf dem Weg nach Osten. Genau sahen wir es nicht, aber es war eine lange Wagenschlange voll mit bunten Hochseekisten, so gar nicht CargoNet mässig und auch in keinem Plan vermerkt ... ob dass vielleicht eine neue Leistung von Hector ist? Was wir auch noch sahen war das Baugerödel, Mz vor Nohab war bei Ygre am arbeiten vor dem Schotterbomber welchen wir ja bereits kennen – sie würden nun auf der für morgens richtigen Seite stehen.
Aber hmm, Wetter ... das nächste Thema. Die Wetterlügis waren sich ja einig, dass es heute um Voss schön sein sollte. Am morgen war es wohl so, am Mittag aber schon drückten von der Richtung her einige Wolkenfetzen zu uns in den Talkessel hoch. Bei unserer Ankunft um 20 Uhr aber war der ganze Himmel wieder Wolkenverhangen ... insofern sehen wir uns bestätigt das der Tag da oben die richtige Entscheidung war. Es war was die Zugsdurchfahrten anbelangt sicherlich der Erfolgreichste Tag der Tour bisher, auch der längste, von 8 bis 8 konnten wir bisher nie durchmachen.
Voss erreichten wir auf der Reserve, Tanken wollen wir aber morgen, wir fuhren dann direkt zum Chinesen hin.
Ich wollte heute kein Chinesisch sondern was normales Essen, dafür gibts auf der Karte die Rubrik des „Norwegischen Essens“. Etwas erstaunt war ich da schon als ich Schnitzel mit Pommes gefunden habe bei den Gerichten ;) Essen war aber gewohnt gut und eigentlich mit etwa 150 Kronen auch gar nicht soooooooo teuer. Sind ja etwa 20 Euro oder 30 CHF, ähnlich teuer bis sogar etwas günstiger als bei uns in der Schweiz. Nachdem wir unseren Dicken Bauch gefüllt hatten, am Mittag gab es nur Polarbröd mit bääääh Tubenkäsemitfleischgeschmack, liegen wir jetzt im Zimmer und freuen uns auf den Reisetag morgen nach Dombas.
Fazit von der Bergenbahn lässt sich sehen, von genau 7 Tagen haben wir vier unter fast Wolkenlosem Himmel verbracht und an den anderen 3 gab es auch mindestens ein Sonnenfoto, eher mehr sogar. Jan meinte noch, dass sei sehr aussergewöhnlich (für seine Verhältnisse) ... ich muss jetzt sagen, es liegt eigentlich noch unter dem Schnitt ;) Wobei da der Sommer 07 den Schnitt natürlich künstlich hoch zieht, 3 Wochen schön am Stück. Gute Nacht!

   
         
       
       
         
   

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