-- Donnerstag, 17.7. --
~ 878 km

Auf den Morgen freuten wir uns nicht besonders, da wir wieder mit all dem Gepäck zum Bahnhof mussten. Vor der Abreise gab es zwar noch ein Frühstück, doch auch dieses konnte uns nicht überzeugen. Die Brötchen waren Hart, die Butter fehlte und Marmelade war auch nur spärlich vorhanden. Nach dem „Frühstück“ sind wir erst mal mit all dem Gepäck zur Bushaltestelle wo glücklicherweise nach wenigen Minuten schon ein Bus in die Innenstadt kam. Wie am Tag zuvor auch, mussten wir an der Endhaltestelle in die merkwürdige „Bus“-U-Bahn umsteigen. Das ganze wohl gemerkt mit Gepäck und mitten im Berufsverkehr. Am Bahnhof angekommen, hatten wir nicht gross Lust noch etwas zu unternehmen, obwohl es bis zur Abfahrt noch über eine stunde war. Also auf eine Bank gesetzt und gewartet. Wie am Vortag fielen uns die extremen Sicherheitsvorkehrungen auf. Nebst normalen Sicherheitsleuten liefen auch einige Militärs mit Maschinengewehren im Anschlag im Bahnhofsgebäude rum. Die Abfahrtafel war lang, unser Zug stand schon weit oben doch die Gleisangaben kamen erst wenige Minuten vor der Abfahrt. Nach Toulouse ging es im „Corail“ Zug.Das ist ein lokbespannter Fernverkehrszug wie er bei uns als IC üblich ist. Während der Fahrt überlegten wir uns wo bzw. wie wir die nächste Nacht verbringen sollten. Wir hatten bloss eine Adresse einer Jugendherberge ausserhalb von Archachon (nähe Bordeaux) jedoch keine Reservierung oder ähnliches. Wir suchten im Kursbuch nach einem geeignetem Nachtzug den wir als Schlafplatz benutzen könnten. Nach einigem hin & her entschieden wir uns für den Nachtzug von Toulouse nach Paris. Da wir aber schon gegen 13:00 in Toulouse waren und der Nachtzug erst gegen 23:00 fuhr mussten wir uns, nach einer kleiner Stadtbesichtigung und einer Fototour auf dem Bahnhof, etwas zur Zeitüberbrückung einfallen lassen. Zur Wahl standen ein Fährtchen in einem übel aussehenden Regio Triebwagen in die Pyrenäen, oder einmal Bordeaux hin und retour mit dem TGV. Wir entschieden uns aus Komfortgründen für letzteres. Nach kurzem Fotohalt in Bordeaux ging es gleich wieder mit dem TGV zurück nach Toulouse wo die nächste Überraschung bereitstand. Rund um den ganzen Nachtzug war alles abgesperrt und man kam nur mit einer Reservierung auf den Bahnsteig. Dieses ganze „TamTam“ war wohl in Toulouse, wie in Marseilles, da die Tour de France an diesen Tagen in die Städte besuchte.

- Karte -

 
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