-- Freitag, 18.7. --
~ 883 km

Das erste Mal am morgen die Augen aufgemacht, sahen wir schon die ersten Triebwagen der Pariser S-Bahn (RER). Die Temperatur
im Wagen hatte während der Nacht recht stark abgenommen, so dass einige Fahrgäste schon Schüttelfrost bekamen. Auf dem Bahnsteig
in Paris Austerlitz war es allerdings auch nicht viel wärmer. Somit schnappten wir uns schnell die nächste Metro und fuhren zum
Gare du Nord, von wo wir den Thalys nach Brüssel nehmen wollten. Da wir keine Lust hatten unser ganzes Gepäck mit nach Brüssel
und von dort über Metz wieder nach Paris zu schleppen, suchten wir uns im Bahnhof ein paar Schliessfächer. Diese waren aber leider
nicht benutzbar und so blieb uns keine andere Wahl, als unser Zeug mitzuschleppen.
In Brüssel konnten wir es dann allerdings einschliessen und hatten somit in den knapp 3 Stunden Aufenthalt, bis der EC 96 „Iris“
(Brüssel – Chur) uns bis Metz mitnehmen sollte, keine unnötige Last.
In Brüssel gab es viel interessantes zu fotografieren, und wir sahen auch zum ersten Mal auf der ganzen Tour zwei
andere Eisenbahnfotografen.
Gegen 12 Uhr wurde schon der EC bereitgestellt und wir konnten es uns im SBB EC Wagen bequem machen.
Die Fahrt bis Metz ging zum einen Teil durch schlafen drauf, zum anderen fürs anschauen der doch recht schönen Landschaft entlang der
Strecke. In Luxemburg gabs neben ein paar DB exInterRegio Wagen und CFL Silberlingen auch die SiemensDispolok ME 26 (exNSB Di 6) zu sehen.
Der Zug, mit der wir von Metz wieder zurück nach Paris fuhren, war wieder ein „Corail“ Zug, der diesmal sogar Abteile hatte.
Somit belegten wir ein Abteil und machten es uns so richtig gemütlich, woraufhin wir beide auch recht schnell wieder am schlafen waren.
In Paris machten wir uns erst mal mit dem Tarifsystem der Metro vertraut und fuhren dann zur Jugendherberge. Doch auch diese
wollte uns irgendwie nicht so richtig zusagen.
Aus Langeweile machten wir am Abend noch eine Fototour zum Gare du Nord, wo es allerdings fast nur TGVs zu sehen gab.
Kurz nachdem wir gegen 22 Uhr wieder in der Jugendherberge waren, betrat ein übel riechender Brasilianer unser Zimmer. Wir wollen
damit nicht sagen, dass wir nicht auch irgendwann auf der Reise mal ziemlich gemüffelt haben, aber der stank wirklich
„wie die Pest“ (Zitat von Nil).
Er merkte es allerdings auch selber und zog sich dann erst mal in die Dusche zurück, was allerdings den Gestank nicht vollständig
aus dem Zimmer nahm.

- Karte -

 


 

   

 
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