-- Samstag, 19.7. --
~ 1143 km

Nachdem sich der Brasilianer früh morgens unbemerkt aus dem Staub machte bemerkten wir das anscheinend noch jemand im Zimmer geschlafen hatte. An Umrisse konnten wir uns noch erinnern, an mehr aber nicht. Nach dem Frischmachen gingen wir auch hier gegen 8:00 an den Frühstückstisch und assen was wir auch bezahlt hatten. Das Frühstück war diesmal auch besser als in Marseilles. Während dessen kam uns die Idee unsere Bleibe schon eine Nacht früher zu verlassen als eigentlich geplant und leider auch bezahlt. Dies hielt uns aber nicht davon ab unsere Sachen zu packen und auszuchecken. Das Ziel war das wir am nächsten Morgen wieder in Paris sein mussten, da wir für da schon alles für Rückfahrt nach Norddeutschland reserviert hatten. Die Wahl fiel auf den Nachzug von Bordeaux nach Paris. Nach Bordeaux gelangten wir mit dem TGV von Paris Montparnasse. Aber bis der TGV fuhr war es noch eine ganze Weile und statt nur rumzusitzen beschlossen wir die Stadt ein bisschen zu erkunden. Auf dem Programm standen nebst allen grösseren Bahnhöfen zum Fotos machen auch die Touristischen Highlights wie: Eifelturm, Champs Elysée, Louvre, Arc de Triomphe und die Notre Dame. Bewegen kann man sich im Paris ohne Gepäck ganz angenehm. Vorteilhaft mit der U-Bahn, denn dafür gibt es eine ganz praktische 24h Karte für nur 5€. Auch die Metro in Paris hat einiges zu Bieten, abgesehen davon, dass es in den Röhren immer schön Kühl ist und man sich von der Hitze in der Stadt erholen kann, gibt es die neue Linie 14, die komplett automatisch fährt. Der Führerstand ist verschwunden und macht Sitzbänken platz. An den Stationen sind die „Gleisanlagen“ (auch diese Linie war wieder eine Art Bus-U-Bahn) eingeglast und mit Türen versehn, die sich erst öffnen wenn die U-Bahn davor steht. Pünktlich fuhren wir mit dem TGV dann über die NBS nach Bordeaux wo wir nach zwei Stunden Aufenthalt mit dem Nachtzug wieder nach Paris. Hungrig wie wir wahren, suchten wir uns in der nähe des Bahnhofes ein feines Cafe und assen mal seit langem wieder etwas richtiges zu Abend. Entgegen unseren Erwartungen bestand der Nachtzug, nebst Schlaf- und Liegewagen, nicht aus den "Ruhesesselwagen", in denen wir von Toulouse nach Paris fuhren, sondern aus normaler Abteilwagen. Wir hatten jedoch Glück im Unglück, denn der Zug war relativ leer und so konnten wir ein ganzes Abteil für uns beanspruchen. Quer auf die Bank legen und schlafen geht bei den breiten Abteilen ganz angenehm.

- Karte -

 
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